Das Rösten des Tabaks 87

Abb. 13. Rippenwalzwerk. — Wilheim Quester, Koln-Sulz.

viertel ihres Rauminhaltes mit dem Schneidegute beschickt;
dieses verbleibt in der auf 80-900 C gesteigerten Temperatur
je nach den Umständen 15—520 Minuten; während dieser Zeit
können zur Prüfung des zu röstenden Tabaks kleine Mengen aus
einer im Trommelverschluß angebrachten Offnung entnommen
werden. Da indessen bei dieser Methode zeitweise Teile des
Röstgutes versengt wurden, auch durch die Seuerung erhöhte
Gefahr für Brandschäden bestand, so wurden in neuerer Zeit
Dampfröstmaschinen gebaut, deren bisher beste Konstruktion
im Innern der Trommel ein System von 8 bzw. 12 Reihen,
von gleichzeitig als Schaufeln wirkenden Dampfrohren birgt.
Die ebenfalls rotierende Trommel ist in leicht nach unten ge—
neigter Kichtung angeordnet. Der an dem höheren Ende einge—
führte Tabak, welcher durch die Dampfrohrsysteme gleichzeitig
getrocknet und gelockert wird, rutscht allmählich abwärts und