38 Sabrikation von Rauchtabak
verläßt die Trommel an der unteren Offnung. Diese Maschine
ist hauptsächlich für kontinuierlichen Betrieb verwendbar, wäh—
rend alle übrigen Systeme auch für zeitweisen Betrieb benutzt
werden. Der geröstete Tabak gelangt unmittelbar darauf zur
Abkühlung in die Sieb- und Kühlmaschine. Diese Ma—
schine, äußerlich der Köstmaschine ähnlich, hat eine aus Draht—⸗
sieben gebildete rotierende Trommel, durch welche ein kräftiger
kalter Cuftstrom getrieben wird. hierbei wird der Rest von
Staub usw. durch die Siebwände in einen unter der Maschine
stehenden Behälter abgeschleudert. Die dem Blättertabak bei—
gemischten Tabakrippen müssen in getrennter Arbeit behandelt
werden, da deren mehr holzige Struktur schon eine viel stärkere
Anfeuchtung für die weitere Bearbeitung verlangt. Während bei
Blättertabak ein Wasserzusatz von 8251000 genůugt, sind für die
Kippen etwa 25—3500 nötig. Behufs Erhöhung der Glimm—
fähigkeit sowie namentlich, um die Rippen äußerlich dem Blätter—
tabak ähnlicher zu machen, werden dieselben nach dem An—
feuchten auf Rippenwalzwerken (Abb. 13) gewalzt. Diese be—
stehen im wesentlichen aus einem endlosen Transporteur, welcher
die auf denselben gelegten RKippen an ein System von zwei
eisernen Walzen befördert. Die Walzen werden durch einen
oberhalb angebrachten Wasserbehälter genäßt und die Rippen
beim Passieren der rotierenden Walzen breitgepreßt, wobei sie
so dünn werden, daß sie von Blättertabak kaum zu unterscheiden
sind. Verbesserte Konstruktionen dieser Maschinen haben 3 bzw.
MWalzen, welche paarweise in entgegengesetzter Richtung und
mit ungleicher Geschwindigkeit rotieren. Vermöge letzterer An—
ordnung werden die Kippen gleichzeitig in der Längsrichtung
ausgestreckt, so daß das Walzgut noch dunner und lockerer wird.
Die weitere Bearbeitung der gewalzten Rippen erfolgt genau
wie bei Blättertabak; indessen beansprucht deren Röstung wegen
des höheren Wassergehaltes eine annähernd um die hälfte län—
gere Zeit. Zum Schluß wird das gekühlte Material, Rippen und
Blättertabak, in einer Mischmaschine gemischt, welche im wesent—⸗
lichen ähnlich der Kühlmaschine, allerdings ohne Exhaustor,
konstruiert ist. Diese benutzt man auch zum Mischen verschie⸗
dener Sorten Blättertabak, wenn dies nicht schon vor dem
Schneiden erfolgt ist, sowie zum Beimischen etwaiger Surrogat-