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von KRentucky- und Virginia-Tabak, für billigere Sorten auch
schwere europäische Gewächse. Aus dem Rohtabak werden nach
dessen Anfeuchtung die fettesten Blätter heraussortiert und diese
entrippt. Die übrigen Blätter werden zur Gewinnung von
Tabaklauge verwendet, über deren Herstellung in der Folge
noch zu berichten ist. Der Nikotingehalt der zu verarbeitenden
Blätter wird dadurch noch verstärkt, daß man sie in eine Sauce
taucht, deren hauptbestandteil die Tabaklauge ist. Diese wird
mit verschiedenen Ingredienzen gekocht, unter welchen vornehm—
lich Branntwein, Sirup, Cassia lignea und andere Drogen
zu nennen sind. Das
Rezept der Saucenher—
stellung wird von jeder
Fabrik geheimgehalten.
Der Kautabak kommt in
drei verschiedenen For—
men in den handel. Am
meisten verbraucht wird
gespponnener Kautabak. Dieser wird auf der Spinnmaschine
(Abb. 15) von dem Spinner angefertigt, welchem 4 bis 5 hilfsarbeiter
 beigegeben sind. Die Arbeitsweise ist die gleiche, welche
vorher für gesponnenen Rauchtabak beschrieben wurde. Die Ge—
spinste haben einen Durchmesser von 3512mm. Die dünnsten
Gespinste sind am teuersten, da in diesen am wenigsten Cinlage,
dagegen mehr von dem wertvolleren Deckblatt verbraucht wird.
Das von der haspel abgenommene TCabakseil wird nach den für
Verkauf üblichen Gewichtseinheiten in Stücke zerschnitten und
diese entweder in Stangen oder zu Röllchen geformt. hierauf
wird das Fabrikat nochmals in einem Bottich mit Sauce durch—
tränkt. Gepreßter Kautabak wird in gleichen Formen
und nach gleichem Verfahren wie gepreßter Kauchtabak herge—
stellt; derselbe wird meistens in Nordamerika fabriziert. Der
Ssauce wird daselbst mit Vorliebe Cakritzensaft beigemischt.
Feingeschnittener Kautabak, in den deutschen See—
küstengebieten als „schwarzer Krauser“ sehr beliebt, wird nach
der Saucierung auf Maschinen wie Rauchtabak feingeschnitten
und im handel meistens lose nach Gewicht verkauft. Der größte
Verbrauch von Kautabak findet in Nordamerika mit annähernd