sSchnupftabak
bracht, dessen Temperatur auf annähernd 400 C gehalten wird.
Nach Verlauf von 4356 Wochen ist die Fermentation beendet.
Der Tabak wird nun auf einem sehr feinmaschigen, meist moto—
risch betriebenen Rüttelsieb gesiebt und die hierbei ausgeschie—
denen groben Stücke nochmals gemahlen. Man mischt dem
Tabak dann etwa 60/ fein gepulvertes Kochsalz bei, um unlieb—
same Zersetzungen zu verhindern, streut ihn auf großen Tischen
zur Abkühlung aus und verpackt ihn wiederum in Fässer, in
welchen er nach etwa einem Vierteljahr auf kühlem Lager ver—
kaufsreif wird. Nach der zumeist von der französischen Monopol—⸗
verwaltung geübten Pariser Methode wird der Tabak mit
Ssalzwasser angefeuchtet und dann auf Tabakschneidemaschinen
fein geschnitten. Der geschnittene Tabak wird in einen stark
geheizten Raum gebracht, wo er in große hölzerne Behälter
eingestampft wird, welche 12000-15 000 kg fassen. hier wird
die Temperatur des Arbeitsgutes, welche etwa 400 C nicht über—
steigen soll, fortwährend kontrolliert. Die Fermentation ist nach
b bis 10 Monaten beendet; man läßt dann den Tabak noch J bis
11/3 Jahr in den Behältern, wo er allmählich austrocknet und
reifer wird. Nunmehr wird der TCabak gemahlen, gesiebt und
je nach den Qualitäten noch längere Seit, oft 4ÿ56 Jahre, ab—
gelagert. Ist der Tabak zu trocken geworden, so wird er vor
dem Sertigmachen (Berpackung, Versand) mit Salzwasser leicht
befeuchtet. Ist schon diese Methode wegen des enormen Sins—
verlustes und viel aufzuwendenden Arbeitslohnes sehr kost—
spielig, so trifft dies in noch viel höherem Maße bei der
Karotten methode zu (carotte — Möhre, gelbe Rübe). Der
hierzu verarbeitete sehr fette Tabak wird trocken entrippt,
dann in die Sauce getaucht und auf einen großen Rost gelegt,
wo die Blätter gleichmäßig durchweichen und die überschüssige
Flüssigkeit abtropft. Die gut durchgeweichten Blätter werden
dann in Mengen von je 2kg abgewogen, welche jede für sich
eine Uarotte bildet. Man wickelt die Blätter der Karotte, lang—
gestreckt und fest in ein grobes Leinen in schräger Richtung ein
und zieht hierauf ein dünnes Seil in spiralförmigen Windungen
fest auf. Das Ganze erhält so die Form einer großen Möhre.
So wird die Karotte mittels einer in dem Seil am oberen Ende
geknüpften Schlinge aufgehängt. Am nächsten Tage wird Seil

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