siysteme der Besteuerung
sprünglich nur in Amerika angebauten und von dort eingeführten
Tabak nach dem Gewichte erhoben wurde. Als dann in der
Folge in vielen Ländern der Eigenbau von Tabak aufkam, wurde
auch dieser steuerlich erfaßt; die hierfür bestehende primitivste
Form ist die Flächensteuer, welche nach der Größe des mit Tabak
bepflanzten Ackers von dem Pflanzer erhoben wird. In einigen
südamerikanischen Staaten wird die Steuer nach der Zahl der aus—
zesetzten Tabakpflanzen erhoben. Diesen beiden Arten der Be—
steuerung haftet als schlimmster Fehler an, daß sie das Produkt
erfassen, bevor es noch erzeugt ist, und daß die Steuern auch dann
erhoben werden, wenn die Ernte durch natürliche Ursachen miß—
raten ist. Aus diesem Grunde ist es auch unmöglich, von diesen
Steuern größere Erträge zu erzielen, und heute wird der inlän—
dische Tabak deshalb auch meist nach dem Gewichtsertrage be—
steuert, wobei zwischen den Einheitssätzen der Inlandssteuer und
denjenigen der Zölle auf Auslandstabak eine mehr oder weniger
große Differenzierung zum Schutze des heimischen Tabakbaues
eingehalten wird. In gleicher Weise wurden auch die Zölle für
ausländische Tabakfabrikate bemessen. Es ist nicht zu verkennen,
daß eine den billigen wie den teuren Tabak gleicherweise treffende
Besteuerung nach dem Gewichte in sozialpolitischer Beziehung
manche Bedenken hat, und damit wird eine Besteuerung nach
dem Werte, also eine Qualitätsbesteuerung, theoretisch gerecht
fertigt. Diese finden wir als einzige oder hauptsächliche Besteue—
rungsart in einigen amerikanischen Staaten, welche ihr gesamtes
sollfystem auf Wertbesteuerung eingestellt haben, für den dort
aus den Auslande eingehenden Tabak bzw. für Fabrikate. Der
Finanzpolitiker darf aber nicht übersehen, daß die nach diesem
Ssystem erhobenen Einnahmen sehr schwaunkend sind; ihre höhe
ist in großem Maße abhängig von den Preiskonjunkturen des
Weltmarktes in Tabak und von der wirtschaftlichen Lage des
Derbrauchslandes, insofern, als die Verbraucher in schlechten
Seiten den Tabakgenuß weniger in der Menge als in der Qua—
lität einschränken. Eine vorsichtige Steuerpolitik wird deshalb
ein gemischtes System von Gewichts- (Quantitäts-) und Wert—
Qualitäts-) Steuer vorziehen, abgesehen auch davon, daß der
im Lande selbst gebaute Tabak nur unter den größten Schwierig—
keiten nach dem Werte steuerlich zu erfassen wäre. Eine andde

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