Der Handel bezw. der Verkauf von Schaumwein
 ist in Deutschland vielfach in seinen Usancen
Wechsel unterstellt gewesen. In früheren Zeiten
waren es hauptsächlich die Weinhändler, welche
Hotels, Restaurationen und Privatleute besuchten,
um ihre Ware abzusetzen und auch, die unter allen
möglichen Namen in den Handel kommenden Produkte
 der deutschen Schaumweinkellereien, vertrieben.
 In den siebziger Jahren, in den Jahren
des grossen Aufschwungs, und auch noch in den
achtziger Jahren, haben dann die Schaumweinkellereien
 ihre eigenen Reisenden hinausgeschickt,
um hauptsächlich den Restaurationen und auch
Kasinos, die grösseren Bedarf hatten, direkt ihre
Ware zu verkaufen. Dieser Verkauf und der Vertrieh
 durch fest angestelte Reisende war natürlich
 ein sehr kostspieliger und waren die meisten
Kellereien bestrebt, den Verkaufsmodus einzuführen,
 der auch jetzt der allgemein übliche ist,
nämlich durch Agenten. Es handelt sich hier
natürlich um das Hauptkonsumland, Deutschland,
und sind die Bezirke der einzelnen Agenten meistens
auf einzelne Städte oder Provinzen beschränkg.
Diese Agenten verkaufen gegen Provision, die in
den meisten Fällen ca. 10% beträgt. Finzelne
Agenten beziehen auch feste Spesenzuschüsse
(nicht Gehälter) von ihren Firmen, denn im Verkauf
 des Schaumweines haben sich gewaltige Unsitten
 eingeführt. Heutzutage geht der Produzent
gewöhnlich nicht direkt zu dem Konsumenten, sondern
 der Schaumweinzwischenhandel liegt in den
Händen der Weinhandlungen und grösseren Hotels
und Restaurationen.
In der Art des Verkaufs muss man ziemlich
streng zwischen Nord- und Ostdeutschland einerseits
 und West- und Süddeutschland mit Ausnahme