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von München andererseits unterscheiden. In Westund
 Süddeutschland mit Ausnahme von München
ist meistenteils der Weinhandel auf dem Standpunkt
 des wirklichen Händlers geblieben, und sind
gerade in der Produktionsgegend am Rhein und
an der Mosel auch die Weinhändler zu Hause, die
die deutschen Erzeugnisse in das Ausland exportieren.
 Diese Händler besuchen natürlich auch den
Privatmann in ihren Heimatsbezirken, haben aber
meistens keine eigenen Probierstuben oder Restaurationen.
 Daher werden in diesen Distrikten die
Agenten der Schaumweinkellereien auch die grösseren
 Hotels und Restaurationen besuchen und dort
die Erzeugnisse der Kellereien, die sie vertreten,
unterzubringen suchen.
In Nord- und Ostdeutschland und München dagegen
 liegen die Verhältnisse im Weinhandel ganz
anders. Beinahe alle grösseren Weinhändler haben
in diesen Gebieten Deutschlands eigene Probierstuben
 und Restaurationen und ist dort «auch überwiegend
 das System im Weinhandel eingebürgert,
analog den Bierbrauereien, dass die grösseren
Weinhandlungen Restaurationen etc. mit Kapital
unterstützen und sich dafür die Lieferungen sichern,
Es ist daher hier der Weinhändler der Hauptabnehmer
 des Schaumweinindustriellen.
Ausserdem kommen in Deutschland gleichmässig
 die Kasinos als bedeutende Abnehmer in
Betracht. Der Verkaufsmodus selbst hat, wie schon
vorher bemerkt, sehr grosse Übelstände mit sich
gebracht. Der Verkauf vollzieht sich nicht, wie
sonst, mittels einfacher Offerte und Probe, sondern
mit nur ganz geringen Ausnahmen sind durch die
Gebräuche, oder besser gesagt, Unsitten, die Vertreter
 gezwungen, in den Lokalitäten der Abnehmer
ständig zu verkehren. und bedeutende Ausgaben