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Der Kapitalbedarf in der Schaumweinindustrie
ist, da Ja die Behandlung eine langwierige ist, ein
sehr bedeutender, da ausser dem grossen Lager,
das infolge des Herstellungsganges die Kellereien
halten müssen, auch meistens den Abnehmern
ungefähr 6 Monate Kredit gewährt werden muss,
für den Export vielfach sogar 12 Monate. ;
Es ist die allgemein verbreitete Meinung, dass
die Verdienste der Schaumweinkellereien ganz gewaltige
 seien, doch beruht dieze Meinung auf einem
Irrtum. Wenn auch einzelne Firmen grosse Aufwendungen
 für Reklame machen, so muss man
auch den sehr grossen Umsatz dieser Kellereien
in Betracht ziehen, und sind dann diese Spesen
im Verhältnis zu dem Umsatz nicht mehr so enorme,
wie sie dem Unbeteiligten erscheinen.
Selbst die best prosperierenden Firmen verdienen
 netto nicht mehr als 10%, des arbeitenden
Kapitals, wie aus beifolgender Bilanz zu ersehen
ist. Diese Bilanz ist zur Verfügung gestellt von
einer der ältesten, jetzt beinahe 60 Jahre bestehenden
 Aktiengesellschaft und ist hierbei noch zu berücksichtigen,
 dass diese Firma immer bestrebt
war, selbst auf Kosten ihrer Dividenden grosse
Rücklagen zu machen, um ihre Mittel zu stärken.
In einem mittleren oder kleineren Betriebe und
vor allem in Privatfirmen, die grösstenteils doch
den Verdienst zum Lebensunterhalt der Inhaber
benötigen und keine derartigen Rücklagen machen,
sind die Verhältnisziffern zwischen arbeitendem
Kapital und Reinverdienst bedeutend ungünstiger,
Aus nachfolgender Bilanz ergibt sich, dass der
Verdienst ca. 10° des werbenden Kapitales ist,
das sich aus Aktienkapital, Obligationen, diversen
Reserve-Kontis und Kreditoren zusammensetzt: