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Wie schon bei den Verkaufsgebräuchen bemörkt,
 haben sich‘ bei dem Handel mit Schaumwein
 grosse Unsitten eingeschlichen und sind die
Abnehmer nach und nach mit immer grösseren
Forderungen an die Kellereien für Reklamebeiträge
und Inserate in Weinkarten u. s. w. herangetreten.
Um diesem Unwesen zu steuern, haben sich eine
Anzahl hervorragender Kellereien, auch solche, die
nicht in dem in 1894 gegründeten Verband vertreten
 waren, 1907 zusammengetan, um sich gegen
unbillige Ansprüche aus Abnehmerkreisen zu
schützen.
Neuerdings ist von verschiedenen Weinhändlerverbänden,
 sowie von dem Verbande der Fabrikanten
 von Markenartikeln eine Bewegung eingeleitet
 worden zur Preisnormierung des Detailverkäufs,
 um das an unlauteren Wettbewerb grenzende
Schleudern der Wiederverkäufer mit bekannten
Sektmarken zu verhindern. Diese Verhandlungen
sind. aber noch nicht zum Abschluss gekommen
und vorderhand noch in der Schwebe, da eine
Verständigung über die gestellten Ansprüche sich
als ausserordentlich schwierig erweist. ,
Die deutsche Schaumweinindustrie hatte mit
grossen Schwierigkeiten zu kämpfen, um sich auf
die Höhe zu bringen, auf der sie nunmehr steht.
Augenblicklich befindet sich die Industrie vor einer
schweren Gefahr.
Bei der ersten Lesung der Reichsfinanzreform
zeigte sich bezüglich der Weinsteuervorlage, dass
bei einem Teile der Reichstagsabgeordneten die
Neigung besteht, die vorgeschlagene Flaschenweinsteuer
 abzulehnen, dagegen einer alleinigen höheren
Belastung des Schaumweines zuzustimmen. Da
bereits jetzt eine Verbrauchsabgabe vom Schaumweine
 nach _ dem bestehenden Schaumweinsteuer-