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Vorwort,

reichen tatsächlichen Materials bis auf den gegenwärtigen Stand;
88 wurde nach Möglichkeit alles benutzt, was bisher wissenschaftlich
 bearbeitet, amtlich oder halbamtlich veröffentlicht wurde
oder durch persönliche Information zu ermitteln war; einer der
Verfasser nahm Gelegenheit, mit hervorragenden Führern des
industriellen und öffentlichen Lebens der Vereinigten Staaten
persönlich Rücksprache zu pflegen, deren Resultate nach ihrer
Wichtigkeit Würdigung fanden; endlich trachteten die Verfasser
das Material ihres Heimatlandes, welches zufolge der sprachlichen
 Schwierigkeit in Deutschland teils unbekannt, teils lückenhaft
 und verstümmelt bekannt ist, möglichst vollständig und
objektiv vorzuführen, um eventuell zur Bildung abweichender
richtigerer Schlüsse Daten zu liefern. Die Verfasser hoffen mit
alldem auch an Rohstoff Neues und zum Teil vielleicht sogar
manch Erhebliches zutage gefördert zu haben.
In ihren ökonomischen und juristischen Ausführungen waren
die Verfasser bestrebt, nicht jene Grenzen zu überschreiten, bis
zu denen ihnen nicht nur der Jurist und Nationalökonom, sondern
 auch der gebildete Laie folgen kann. Sie bezwecken eine
Orientierung in der Frage für jedermann und besonders auch
für Praktiker der Industrie und des Rechtslebens; sie hoffen
damit auch zur Ergänzung der ökonomischen Kentnisse letzterer,
die doch Tag für Tag in die Lage kommen, Kartellangelegenheiten
 juristisch zu handhaben, beizutragen.
Der Schrift sind zur Veranschaulichung der durch die Kartelle
 hervorgerufenen Preisänderungen drei graphische Tabellen
und zur Erleichterung des Nachschlagens ein ausführliches Sachregister
 beigefügt.
Das Werk, welches von der Ungarischen Akademie der
Wissenschaften preisgekrönt wurde, erscheint gleichzeitig in
deutscher und ungarischer Sprache und tritt somit in der Hoffnung
 einer freundlichen Aufnahme vor die Öffentlichkeit deutscher
 Zunge.

Budapest im Juni 1906.

Die Verfasser.