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Die Literatur der Kartell- und Trustfrage.

m eine kurze Übersicht der Kartell- und Trustliteratur zu
Ü bieten, beschränken wir uns auf die Erwähnung der hervorragendsten
 Schriftsteller.
Unstreitig ist es Kleinwächters Verdienst, zuerst diese
Frage wissenschaftlich behandelt zu haben, indem er in seinem
im Jahre 1883 erschienenen Werke die nationalökonomische und
soziale Wirkung der Kartelle ausführlich schilderte. Er war also
der Pfadfinder auf diesem bisher unbekannten Gebiet, an dessen
Bearbeitung die Größten der deutschen wissenschaftlichen Literatur
teilnahmen.
In erster Linie stehen drei Koryphäen der deutschen Volkswirtschaftslehre:
 Schäffle, Die Kartelle, 1885, Brentano, Die
Ursachen, der heutigen sozialen Not, und Schmoller, Über wirtschaftliche
 Kartelle, 1894, und auf dem Kongreß des Vereins für
Sozialpolitik, 1905.
Infolge ihrer Wirksamkeit ist eine stets zunehmende Kartellliteratur
 entstanden, welche von Jahr zu Jahr größere Dimensionen
annimmt.
„Die Unternehmerverbände“ von Liefmann, im Jahre 1897
erschienen, sind schon deshalb beachtenswert, weil Liefmann
seine Resultate durch eingehende Studien über 300 deutsche
Kartelle gewonnen hat. Besondere Beachtung verdienen auch
Liefmanns neuere Werke: „Schutzzoll und Kartelle“, 1903,
und „Kartell und Trust“, 1905.
Menzel hat in seinem im Jahre 1902 erschienenen Hefte:
„Die Kartelle und die Rechtsordnung“ die Frage der rechtlichen
Regelung in den Vordergrund gestellt; diese Frage dominiert
auch in der neuesten Literatur, so in der Abhandlung Hirschs:
„Die rechtliche Behandlung der Kartelle“.