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XII. Kapitel. Die Kartell- und Trustbewegung.

regierung Ende 1893 die Lukavacer Fabrik ihre Tätigkeit und,
da das Soda in Bosnien kaum einen nennenswerten Markt besitzt,
 überflutete sie Österreich und Ungarn mit ihren Produkten.
Die Folge davon war ein neuerer Preissturz, so daß die alten
Fabriken, namentlich die Bocskoer und Petrovacer, nur mit Verlust
 arbeiten konnten. Es dauerte ı8 Monate, bis die kartellierten
 Unternehmungen endlich zur Einsicht gelangten, daß sie auch
die Lukavacer Fabrik einbeziehen müßten, wenn sie nicht mit
fortwährenden Verlusten arbeiten wollten.
Die im neuen Kartell vereinigten Sodafabriken produzieren
zirka 1000000 Meterzentner Soda, und zwar die Ebenseer,
Szczakowaer, Lukavacer und Marosväsärhelyer Solvay-Fabriken
750000 Meterzentner, die vier Leblanc-Fabriken 250000. Meterzentner.

Die Preisgestaltung stellt folgende Tabelle dar:
Sodacalcin (100°)
100 kg, K.

Tahr

38
30
20,50
34,50
35—38
35—36,50
331
Das Kartell, in welchem modern eingerichtete Fabriken mit
den alten Fabriken vereinigt waren, hat daher anfangs die Preise
ermäßigt, die sich jedoch mit Erstarkung des Kartells, wenn auch
nicht wesentlich, wieder erhöhten,
In Bezug auf den Export haben sich die österreichischen,
ungarischen, bosnischen, deutschen, belgischen, russischen, französischen
 und englischen Sodafabriken auf Initiative der Firma
Solvay darüber geeinigt, daß sie miteinander auf ihren Konsumgebieten
 nicht konkurrieren. Infolge dieser Vereinbarung placieren
die österreichischen und ungarischen Fabriken ihre Fabrikate derzeit
 bloß im Zollinland.

1882
1888
1897
L900
1902
1903
1904

21,50
15,50
I5
16,50
15,50—17,50
15,50—17
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Das Leimkartell.

Dieses Kartell ist schon deshalb von Interesse, weil es dem
amerikanischen Trustsystem sehr nahe steht. Zur Bekämpfung