$ 13. Kartelle in Ungarn.

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Schwankungen ausgesetzt sind und auch die Quantität der
Ernte von Jahr zu Jahr bedeutende Änderungen aufweist, Wir
sehen daher von der Preisgestaltung — die eher die Kartellbildung
 beeinflußt, als daß sie von derselben veranlaßt wäre —
ab und teilen in folgendem die neueren Daten des ungarischen
Mehlexports mit:
Der gesamte Mehlexport Ungarns betrug
im Jahre Tausend Wert in Davon wurden
Meterzentner Millionen Kr. nach Österreich exportiert
139236
7189 1631092
5753 168014
1860 165850
5669 146962
5862 156462
7080 166992
7992 176757
7714 182818
7149 190438

5203

Aus dieser Zusammenstellung ist ersichtlich, daß die beiden
Kartelljahre 1902 und 1903 eine Entwicklung des Exports aufweisen,
 während das Kartell- aber Notjahr 1897 einen starken
Rückgang zeigt, der sich in den beiden folgenden kartellfreien
Jahren 1898 und 1899 nicht bessert.
All dies bekräftigt daher, was wir bereits aus der Geschichte
der Mühlenkartelle wissen, daß nämlich von einer Beeinflussung
der Preise und von einer starken Kontrollorganisation, welche
die Quantität der Produktion auf längere Zeit feststellen würde,
bisher keine Rede war, sondern daß die betriebseinschränkenden
Verträge bloß unter dem Druck der zwingenden Notwendigkeit
zustande kamen und mit dem Aufhören derselben sofort gelöst
wurden. Diese Kartelle waren daher bei weitem nicht imstande
und beabsichtigten auch nicht die Produktionsverhältnisse zu
lenken, sondern standen gerade im Gegenteil unter dem unmittelbaren
 Eindruck der Produktionsverhältnisse, an die sie sich anschmiegten.

Das Ziegelkartell,

Die Ursache der Bildung des Ziegelkartells als eines lokalen
Kartells, liegt in dem Umstande, daß die Frachtspesen der Ziegel