3 13. Kartelle in Ungarn,

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Jahr
1. Januar 1901 550 350 »
t. Januar 1902 510 280 » 150
1. Januar 1903 739 » 350 » 175 »
1. Januar 1904 920 460 308
31. Dez. 1904 1040 485 » 318
In den beiden ersten Jahren des Kartells sind die Preise
fortwährend gefallen, eine Steigerung ist nur seit 1902 wahrnehmbar
 und auch diese ist eher der günstigen Lage als dem
Kartell zuzuschreiben. Aber auch die letzten Kurse bleiben
hinter den dem Kartell vorhergehenden Kursen vom ı. Januar
1899 weit zurück, zu welcher Zeit die Krise auftrat.
Schließlich fügen wir zur Vergleichung die Wiener Ziegelpreise
 bei, die ebenfalls einen Beweis dessen ergeben, daß das
Wiener Kartell vom Jahre 1900 mit viel mehr Erfolg tätig war,
und daß diesem gegenüber das Budapester Kartell die Erhöhung
der Preise nicht anstrebte, oder vielmehr nicht erreichen konnte:

Steinbrucher
Dampfziegelei A.-G.

Steinbrucher Neustifter Ziegel-Ziegelei
 A.-G. und Kalkbrennerei

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Wiener Ziegelpreise:
1890 1895 1896 1897 1898
28—30, 36—40, 46—48, 43—48, 44—49 Kr.
1899 1900 I901 1902 1903 1904
42—45, 40—42, 39—42, 39—42, 40—45, 42—47 Kr.

Losere Vereinbarungen.

Eine kartellmäßige Vereinbarung bestand zwischen den drei
großen Kohlenwerken, die die größeren Kohlenkonsumenten
(Fabriken und Großhändler) teils auf Grund der vorhergehenden
Geschäftsverbindung, teils nach ihrer örtlichen Lage zur Ersparung
der Transportspesen untereinander aufteilten, so daß die größeren
Kohlenkonsumenten ihren Bedarf bloß bei ihren bisherigen Lieferanten
 decken konnten, weil die kartellierten Unternehmungen
unter dem Vorwande, daß ihre Produktion bereits okkupiert sei,
denjenigen die Lieferung verweigerten, die laut Einteilung
(Rayonnierung) zu den Abnehmern einer anderen Gesellschaft
gehören. Diesem Übereinkommen sind die angesehensten Ge-Ssellschaften
 beigetreten, so die Nordungarischen vereinigten

1n*