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IV. Kapitel.

Wirkungen der Kartelle und Trusts.

$ ı8. Im allgemeinen.

je Untersuchung der Wirkungen der Unternehmerverbände
D ist eine der schwersten und verwickeltsten ökonomisch-wissenschaftlichen
 Aufgaben. Wie im allgemeinen das Studium
der gesellschaftlichen Bewegungen, So wird auch unser Problem dadurch
 unendlich kompliziert, daß die unmittelbaren Wirkungen Rückwirkungen
 hervorrufen, welche, wieder auf die Ursachen wirkend,
dieselben in ihrer Intensität, Verbreitung und Richtung wesentlich
beeinflussen. Dies ist aber der Unterschied zwischen dem Wirken
der Kräfte auf bewußte und auf unbewußte Wesen; erstere trachten
sich vor unliebsamen Einflüssen zu schützen, angenehme und
förderliche hervorzurufen; sie schätzen und wägen die Zukunft ab
und handeln dem Resultat dieser Schätzung gemäß. Das Gesetz
der Kausalität setzt also nicht an einem, sondern an mehreren
Punkten ein; es gibt einen Konflikt der widerstreitenden Kräfte,
dessen Ende im vorhinein zu bestimmen, meist unmöglich ist.
Immer aber unmöglich ist dies bei verhältnismäßig jungen sozialen
Bewegungen; nicht nur weil die nötige vielseitige Erfahrung fehlt,
sondern hauptsächlich deshalb, weil diese Bewegungen in ihrer
weiteren Entwicklung oft ganz andere Resultate hervorrufen, als
in der ersten Periode ihres Kampfes ums Dasein.
Und dieser Kampf ums Dasein ist für die Kartelle und Trusts
noch bei weitem nicht ausgefochten. Sie kämpfen mit den Gesetzgebungen
 um rechtliche Anerkennung, kämpfen mit den Outsiders
 um wirtschaftliches Weiterbestehen, kämpfen nach Staaten
abgesondert untereinander um den wirtschaftlichen Sieg.