210 IV. Kapitel. Wirkungen der Kartelle und Trusts,

Auf je 100 Mann der Belegschaft entfielen:

1896
1897
1898
:899
[900
[901
[002

Zugang

45
50
zo

36
58
46
48

Abgang Durchschnittswechsel

40

42,5
47,5
49,5
53:5
55
46,5
45

2
47
42

Bekanntlich bedeutet das Jahr 1901 den Endpunkt der Hausse
und den Anfang der Baisse; trotzdem befindet sich die Bewegung
von hier ab im Abnehmen. Zweifellos ist während der Zeit der
starken Arbeiternachfrage der Arbeitgeber der nachgiebigere
Teil; woraus Goetzke‘) richtig folgert, daß es in der Hausse
meistens der Arbeiter ist, der auf günstigere Anstellung hoffend,
seinen Platz wechselt. Die angeführten Zahlen beweisen übrigens
auch, daß ein Rückgang in der Produktion, wie er im Jahre 1901
stattfand, keine tiefergreifenden Entlassungen nach sich zog.
Die Geschichte des Kohlensyndikats belehrt uns andererseits
 darüber, daß ungünstige Jahre auch das Syndikat dazu bewogen,
 Ruheschichten in größerer Anzahl einzuführen, was den
Jahreserwerb des Arbeiters wesentlich und nachteilig beeinflußt.
In günstigen Jahren übersteigt die Zahl der Arbeitstage beträchtlich
 die 300 (1900: 319); 1901 gab es eben 300; 1902 bloß 296.
Je besser natürlich der Arbeitgeber gestellt ist, und je nachdrücklicher
 er sich den Konsum auch für die Zukunft sichern kann,
um so weniger ist auch der Arbeiter solchen Einschränkungen
ausgesetzt; und dem entspricht die Tatsache, daß die nicht
syndizierten Kohlengruben (Saargebiet) auch in den günstigsten
Jahren nicht 300 Arbeitstage erreichen.
Was drittens die Lohnhöhen betrifft, so ergab sich als Resultat
 der Untersuchungen der Industrial Commission, daß sich
kein einziger Fall vorfand, wo ein Trust die Herabsetzung der
Löhne angestrebt hätte. Das Department of labor veranstaltete
auch in dieser Richtung Erhebungen und fand in Einklang mit der
Industrial Commission, daß die Trusts die Löhne wenigstens in dem
Maße erhöhten wie die Einzelunternehmungen. Natürlich hängt

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