&amp; 23. Die Wirkung auf den Konsum und die Preisbildung, 227

diktorischen Verhandlungen ergaben folgendes: Der Frankfurter
Großhändler Fulda ist der Meinung!), die Kohlenpreise des
Rheinisch-westfälischen Kohlensyndikats wären 1900 die niedrigsten
 Preise der Welt gewesen, und die nicht syndizierten
Gruben an der Saar und Ruhr sowie die schlesischen und
englischen hätten alle höhere Preise festgesetzt. Der Referent
Dr. Völcker teilte mit, daß die Preise der Fettförderkohlen
betrugen:

im Geschäftsjahr 1893/94 7,— Mark
1894/95 7:50 »
1895/96 8,30 »
1899/00 . . 9,10
1901/02 . . 10,10

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während in der Zeit des freien Wettbewerbs nach Fulda?)
bei einzelnen Kohlenarten 100%, ja bei Koks 200%, Steigerungen
 vorkamen. Letzteres wird auch von Goecke®) bekräftigt.

Der Durchschnittspreis vom Stabeisen für Verarbeitungszwecke
 betrug vor Gründung des Halbzeugverbandes 1893 bis
1894 90—'100 Mark; die sogenannte Spannung — der Bruttoproduktionsgewinn
 — zirka 20 Mark. Nach Gründung des Verbandes
 (1895) stieg ersterer Preis auf 130—180, die Spannung
auf 30— 50.
Seit Zustandekommen des Druckpapierkartells hingegen
ließen in dieser Industrie die Preise eher nach. Das Kartell
kam zur Zeit günstiger Wirtschaftskonjunktur zustande, welche
schon vor Gründung des Kartells ein Hinaufschnellen der Preise
verursachte.‘)
Lehrreich sind auch die Preisschwankungen der ungarischen
Zuckerindustrie, welche die Kartellkampagnen von den kartelljosen
 deutlich unterscheiden lassen. Vergleichen wir folgende
zwei Tabellen:

) Kontradiktorische Verhandlungen, Bd. I S. 96.
* Kontradiktorische Verhandlungen, Bd. I S. 218.
‘) Kontradiktorische Verhandlungen, Bd. I S. 364.
) Kontradiktorische Verhandlungen, Heft I S. 13, 14.