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auf diese Weise in einer Zeit, als der Absatz landwirthschaftlicher
Maschinen, ihr bisheriger Hauptzweig, zurückging, ihren Betrieb in
vollem Umfange aufrecht erhalten. Durch den großen Arbeiterzuzug
vermehrte sich naturgemäß der Absatz der Manufakturwaaren⸗ und
Kolonialwaarenhandlungen. Den gleichen Erfolg hatte auch die Ver—
mehrung der Garnison.
Von großer Bedeutung für unseren Verkehr war der Bau der
Weichselstädtebahn, die, früher als man gehofft hatte, in Folge des im
Jahre 1880 durch die Mißernte eingetretenen Nothstandes als eine zur
Aufhilfe der ländlichen Arbeiter nothwendige Maßnahme genehmigt und
in Angriff genommen worden war. Durch diese Bahn wurde auch
endlich der Bau von Zuckerfabriken in unserem Kreise möglich, die
denn auch sofort in Angriff genommen wurden, und zwar wurde
die erste und größte in Culmsee, die zweite in Schönsee erbaut. Der
Rübenbau erwies sich bei dem vorzüglichen Boden als recht lohnend
und hob bei der dadurch bedingten intensiveren Bestellung den Handel
mit Düngemitteln und den Absatz landwirthschaftlicher Maschinen.
Abgesehen vom Getreidehandel konnte sonach die Lage nicht als
ungünstig angesehen werden, und die Verhältnisse blieben so bis Ende
der achtziger Jahre. Erleichtert wurde auch der Bezug von Kohlen
durch den Tarif vom 3. Juli 1888, wonach für diejenigen Stationen
Wesipreußens, auf denen sich die polnischen Kohlen mit Erfolg Eingang
verschafft hatten, eine der Entfernung entsprechend berechnete Fracht⸗
ermäßigung in Kraft trat, die für Thorn etwa 0,21 Mark für 100 Kilo—
gramm betrug. Die Wirkung blieb nicht aus: Die Einfuhr polnischer
Kohlen ließ sofort nach, während gleichzeitig die Zufuhren ober—
schlesischer Kohlen in die Höhe gingen. Rübenbau und Zuckerfabrikation
hatten für unseren Kreis die angenehmen Folgen, daß sich einmal die
Konsumkraft des platten Landes hob und sodann auch durch die
Zufuhren von Zucker hierher zum Umschlag die Schifffahrt belebt wurde.
Hierzu trug übrigens die im Herbste 1888 eröffnete Uferbahn nicht
wenig bei. Die Verbindung des Bahnhofes mit dem Weichselufer, die
nun endlich mit Unterstützung der Stadt zu Stande gebracht worden
war, war ein altes Projekt der Handelskammer, und es zeigte sich
bald, wie nothwendig diese Bahn war, in dem von Jahr zu Jahr
wachsenden Verkehr, trotzdem anfänglich die Höhe der Ueberführungs—
gebühr noch Viele von der Benutung abschreckte. Es brach sich in
dieser Jeit immer mehr die Erkenntniß Bahn, daß nicht in der Ver—
mehrung der Schienenstränge allein das Heil für den Verkehr zu suchen
sei und nicht nur die vorhandenen Wasserstraßen mit der Bahn in