Ein Augenzeuge, dem es gelang, aus Ingermanland nach Finnland zu flüchten,
arzählt unter anderem: ;
„Mitte April 1935 fuhren von der Station Elisavetina (zwischen Narva: und
Gatschina) zwei Züge mit Zwangsverschickten ab. Beide Züge waren so voll beladen,
daß zwei Lokomotiven vorgespannt werden mußten. Es waren zum größten Teil
finnische Bauern, doch waren auch etliche estnische Familien darunter. Es heißt, daß
fast alle estnischen Bauern aus dem westlichen Ingermanland nach Zentralasien verschickt
 worden sind. Gleichzeitig gingen zwei Züge vom Güterbahnhof Gatschina ab.

Verbannte beim Bau des Weißmeerkanals. Berge von Leichen bedecken diese Strecke.

Damit die Verwandten und Freunde keine Möglichkeit hatten, sich von den Verschickten
 zu verabschieden, wurden sämtliche Zugänge sorgfältig versperrt!).“
„Ein aus dem Kirchdorf Säämäjärvi geflüchteter Karele namens Jefim Popoff teilte
mit, daß aus Petroskoi 1250 Mann, teilweise mit Familien, verschickt worden sind. Als
Popoff aus Säämäjärvi flüchtete, war ein Teil der zu Zwangsarbeit verurteilten Karelen,
etwa 400 Personen, unter strenger Bewachung in der Kirche und in zwei. Häusern
untergebracht. . Die. Gefangenen sollten nach Zentralasien abgeschoben werden?).“

‘) „UdSSR.-Dienst“, Berlin, Nr. 70, vom 15. 10. 1935,
?) „UdSSR.-Dienst‘, Berlin, Nr. 71, vom 18. 10. 1935 (s. auch: „East Carelia‘*, Herausgegeben
von „Academia Carelia League‘, Helsinki 1934).

3 Cwangsarbeit

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