Zu den Verbannten gehören ferner die Vertreter der alten Führerschicht. deren
Zahl allerdings von Jahr zu Jahr zurückgeht. „Bei uns in den Lagern gibt es auch
lebendige Grafen, lebendige Gutsbesitzer, Fürstinnen, Hofdamen‘, — prahlt der Chef
der Hauptlagerverwaltung der GPU. Matwei Davidsohn. Berman‘).
Am zahlreichsten wurden die Vertreter der alten Führerschicht nach Erlaß der
Paßordnung vom 27. Dezember 1932 verbannt, in welcher bestimmt wurde, daß sich
in den Großstädten nur Inhaber von Pässen aufhalten durften. Die „unerwünschten

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Der Jude Simon Grigoriewitsch Firin, Chef des Zwangsarbeitslagers am Weißmeerkanal, ein hoher
GPU.-Beamter,

Elemente“ erhielten naturgemäß keine Pässe und wurden massenweise aus den Städten
ausgewiesen und verbannt?).
Besonders erwähnt müssen die Geistlichen werden. Bekanntlich sind die Geistlichen
 aller Konfessionen (mit Ausnahme der jüdischen „Konfession‘“) seit Bestehen
der Sowjetregierung einem wilden Haß der jüdischen Machthaber ausgesetzt. Ein
großer Teil von ihnen wurde „physisch vernichtet“, der Rest wurde verbannt. Nur
ganz vereinzelt befinden sich noch Geistliche in Freiheit.
Über das Schicksal der. deutschen evangelischen Geistlichen in der Sowjetunion
hat. die internationale Pro-Deo-Kommission in Genf einiges Material veröffentlicht:

3) „Stalin-Weißmeerkanal‘“, Moskau 1934, S. 78 (russ.).
3) „Iswestija‘, vom 28. 12. 1932,