"HÄCKANU LER

Das Bild zeigt das Fehlen jeglicher technischer Hilfsmittel bei den Zwangsarbeiten, Große Steine werden
mit einer Art Schlitten fortbewegt.

Ganz besonders unmenschlich ist die Verschickung von Kindern nach den Zwangsarbeitslagern.
 Die Sowjetregierung verkündet von Zeit zu Zeit Maßnahmen zur
„Liquidierung der Kinderobdachlosigkeit“. Dabei wird jedesmal der Welt erklärt,
daß die Kinder in gut eingerichteten Kinderheimen, Schulen usw. untergebracht
werden. In der Praxis geht die Regierung jedoch andere Wege: das einfachste Mittel
zur „Liquidierung der Kinderobdachlosigkeit“ ist die Verschickung der Kinder nach
den Zwangsarbeitslagern. Nach Schilderungen zuverlässiger Augenzeugen ist es wiederholt
 vorgekommen, daß ganze Güterzüge, die mit Kindern vollgeladen waren,.infolge
von Krankheiten, Kälte und fehlender Ernährung an den Bestimmungsort nur Leichen
brachten. Naturgemäß bringt die Sowjetregierung über solche „Kinderliquidierung“
keine Nachrichten. Nur selten entschlüpft ihr eine Bestätigung solcher Meldungen.
Es ist deshalb die Meldung der parteiamtlichen „Prawda‘“ von hohem dokumentarischen
 Wert. die von 2000 obdachlosen Kindern berichtet, welche nach Nadwoizk
verbannt und dort in .einem GPU.-Lager untergebracht wurden‘).
Der „UdSSR.-Dienst‘“ berichtet auch über Verschickung von Kindern:
„Eine Frau, der es ebenfalls gelang, aus Karelien zu flüchten, brachte die Nachricht,
 daß sich 60 km nördlich von Karhumäki das „Lager der Heimatlosen“ befindet.

1) „Prawda‘”, vom 4. 10. 1935.

7{