_ Auch bei den gewöhnlichen Arbeitern wird eine Gliederung durchgeführt. Die
Verbannten arbeiten im allgemeinen in „Brigaden‘“ von 25—30 oder auch bis 60 Mann.
Diese Brigaden werden von einem „Brigadier“ geführt, der allerdings selbst mitarbeiten
 muß. Beim Bau des Weißmeerkanals wurden 2-3 Brigaden unter einem
„Hauptbrigadier‘““ (starschi brigadir) vereinigt. Zur Ausbildung dieser Hauptbrigadiere
wurde sogar ein „Institut“ eingerichtet.
Auch die Hauptbrigadiere genießen wesentliche Begünstigungen, Jagoda persönlich
 forderte für sie in einem Befehl die Schaffung besonders günstiger Lebensverhältnisse,
 Beim Bau des Weißmeerkanals erhielten die Hauptbrigadiere außer besserer
Kleidung noch 30—60 Rubel Monatsgehalt!).
Besonders großen Einfluß auf das Schicksal der Verbannten besitzen die „Deßjatniki‘“,
 Das sind Aufseher, denen die Verteilung und die Bewertung der Arbeit (die
meistens in Kubikmetern berechnet wird) obliegt.
Als Anreiz für höhere Leistungen der Verbannten werden für die Brigadiere und
Deßjatniki besondere Prämien festgesetzt?).

Im ganzen sieht die Einteilung der Zwangsarbeiter schematisch folgendermaßen aus
(mit Ausnahme des Ingenieurpersonals):

GPU.-Zentrale.
Moskau
GPU.-Lagerverwaltung
GPU.-Mannschaften .
ET
Deßiatniki
Hauptbrigadiere
Brigadiere, Transportaufscher usw.
[ Stoßarbeiter
Gewöhnliche Zwangsarbeiter
I Sondersträflinge („RUR.“)
Teolator-Insassen -
‘) „Stalin-Weißmeerkanal‘*, Moskau 1934, S. 265 (russ).
)) Ebenda, S. 209.

Bessere
Lare

Schlechtere .
Lage |

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|
‚GPU.

Verbannte