Die GPU.-Juden Berman und Firin bei der Beaufsichtigung der Zwangsarbeiter. Man beachte den Ausdruck
 ihrer Gesichter,

Die Durchführung des Projektes stieß infolge der geschilderten natürlichen Verbältnisse
 auf außerordentliche Schwierigkeiten. Die Strecke sollte 227 km lang werden.
Es mußten u. a. gebaut werden: 19 Schleusen, 15 Wehre, 12 Wasserablaßvorriclttungen
 usw. Es mußten 21 Millionen Kubikmeter Erde bewegt werden. Ein Dekret
des Rates der Volkskommissare vom 2. August 1933 stellte fest, daß die Arbeiten
anter außergewöhnlich schwierigen geologischen und hydrologischen Verhältnissen
durchgeführt wurden?).
Man müßte annehmen, daß die Sowjetregierung zur Bewältigung dieser außerordentlich
 schwierigen Aufgabe alle vorhandenen technischen Mittel zur Verfügung
stellen würde. Doch die marxistischen Machthaber hatten sich einen-anderen Plan
zurechtgelegt. Alle technischen und finanziellen Mittel sollten zum „Aufbau“ derjenigen
 Werke verwandt werden, mit denen die Sowjetregierung in der ganzen Welt
Reklame. machen wollte. Hierher, nach dem fernen: Norden, kam kein neugieriger
Ausländer; und die menschliche Arbeitskraft in Gestalt der gefangenen Sklaven
kostete nichts. Sollten unter der ungeheuren Arbeitslast Hunderttausende von
Menschen zugrunde gehen, so machte das nichts, im Gegenteil, damit wäre das eine
Ziel des Vorhabens — die „Liquidierung des Klassenfeindes‘“ — erreicht.

1) „Der Stalin-Weißmeerkanal“ (SWK.), Moskau 1934, S. 401 (russ.).

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