Der Jude Matweij Davidsohn: Berrıan in GPU.-Uniform bei der Besichtigung der Zwangsarbeitslage:
am Weißmeerkanal (im Vordergrund).

Vielfach würden - diese kurze Fristfestsetzung und die äußerste Aufpeitschung
zum Arbeiten von-manchen deutschen „Rußlandkennern“ als sinnlos, als eine Spielerei
der Sowjetregierung bezeichnet. ; .
Doch in Wirklichkeit ist es keine Spielerei. Die Sowjetregierung weiß ganz genau,
was sie tut. ‘Die Festsetzung kurzer Arbeitsfristen ist eine zuverlässige Schraube zur
Erreichung ihres Zieles: der Ausrottung aller rassisch und völkisch wertvollen Elemente.
Die GPU. hatte bestimmt, daß zum 1. Mai 1933 der Kanal fertig sein sollte. Bereits
zu Beginn des Jahres 1933 stellte es sich jedoch heraus, daß diese Frist sich kaum einhalten
 lassen würde, Die nackten Hände der durch Krankheiten und Unterernährung
geschwächten Menschen erwiesen sich als zu schwach im Kampfe mit den Gesteinsmassen,
 Doch was kümmerte das die GPU. Erst recht sollte die Frist eingehalten
werden. Neue Berge von Leichen sollten den Bau bedecken.
Im Frühjahr 1933- erließ der Jude Jagoda folgenden Befehl: *

Medweschja gora (Weißmeerkanal)

Der Verlauf der Arbeiten verlangt trotz der vorgenommenen Maßnahmen zur
Gesundung des Lagers und des Bauunternehmens weitere Maßnahmen zur Sicherung

a)