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Tendenz jedoch stets revolutionär ist, so ist es auch sein
religiöser Sinn .... Der Kaiser hat sich überhaupt so verändert,
 daß diese Übereinstimmung nun öfter hervortritt . ...
Man möchte meinen, daß der Kaiser erst jetzt in die Welt
tritt und die Augen öffnet. Er ist heute auf dem Standpunkte,
auf dem ich vor dreißig Jahren war .... Das innere Gefühl
des Kaisers hat sich übrigens sehr geändert, und ich denke
viel dazu beigetragen zu haben.“ *)
Metternichs Ansehen war so groß bei den drei Kontinentalmächten,
 daß sein Gutachten ihrer Politik eine entscheidende
 Färbung gab.
Zur Kennzeichnung der Metternichschen Grundsätze genügt
 es, einige seiner Erklärungen anzuführen: „Einer der
ersten Begriffe, die Grundlage der heutigen Politik, ist und
muß die Ruhe sein, und der Inbegriff der Ruhe ist die
Sicherheit des Besitzstandes. Wenn die ersten
Mächte Europas von diesem Grundsatze ausgehen, so müssen
sich kleine, kaum aufrechtstehende Staaten demselben freiwillig
 oder gezwungen ebenfalls fügen.“ °)
„Die nützlichen oder notwendigen Veränderungen in der
Gesetzgebung und Verwaltung dürfen nur dem freien Willen,
dem wohlüberlegten und erleuchteten Antriebe derer entspringen,
 welche Gott zur Macht berufen hat. Alles, was von
dieser Richtung abweicht, führt notwendigerweise zur Unordnung,
 zum Umsturz und zu Übeln, die unerträglicher sind
als die, welche man heilen will. Durchdrungen von dieser
ewigen Wahrheit, haben die Souveräne nicht gezögert, sie
mit kraftvoller Offenheit zu bekennen; sie haben erklärt, daß
sie, ebenso wie sie die Rechte und Unabhängigkeit jeder legitimen
 Macht respektieren, jede durch Revolution oder offene
Widersetzlichkeit hervorgerufene Reform als gesetzlich nichtig
und als nicht von dem öffentlichen Rechte Europas autorisiert
betrachteten.“ ®)

*) Aus Metternichs nachgelassenen Papieren etc. Wien. Braumüller.
 1881. 1. 53. 355. 357. 429.
5) Metternich, Ib. 61.
5) „Les changements utiles ou n6cessaires dans la legislation et
dans l’administration des Etats ne doivent E€maner que de la volonte
libre, de l’impulsion reflechie et Eclairee de ceux que Dieu a rendu
responsables du pouvoir. Tout ce qui sort de cette ligne conduit
n6cessairement au desordre, aux bouleversements, ä des maux bien
plus insupportables que ceux que l'on pretend guerir. Penetres de
cette verite Eternelle, les Souverains n’ont pas h6site a la proclamer
avec franchise et vigueur; ils ont declare qu’en respectant les droits
et l'inde&amp;pendance de tout pDouvoir legitime. ils regardaient comme