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Peru und Uruguay bei, und es kamen auf ihm verschiedene
wichtige Verträge zustande, von denen einige ratifiziert
wurden.

Gewiß erreichten die hauptsächlichsten spanischamerikanischen
 Anstrengungen nicht gesetzkräftige OGestalt,
dank den Politischen Umständen, unter denen sie sich
entwickelten. Aber nicht weniger gewiß ist, daß die wiederholte
 feierliche Betonung der Grundsätze der Solidarität,
der Friedensabsichten und der Empfehlung von Schieds»
gerichten die Überlieferung der Revolutionen für die Unab«
hängigkeit lebendig erhielten und die spanischamerikanischen
Staaten zu eifrigen Wächtern des kontinentalen Gedankens
machte. ®°)
Die kurz skizzierten Episoden — und es sind nicht alle,
welche die außerordentliche Dehnbarkeit der Monroedoktrin
bezeugen — müssen an die Seite von anderen gestellt
werden, in denen die Vereinigten Staaten mit mehr
oder weniger Tatkraft vorgingen, um europäische Unternehmungen
 auf dem amerikanischen Kontinent zu ver.
hindern. Diese doppelte Ansicht des Monroismus ist
von verschiedenen spanischamerikanischen Staatsmännern
betrachtet und beleuchtet worden, welche zwischen der
sogenannten Anwendung des Monroismus im amerikanischen
 Sinne und derselben zum Besten einer kontinentalen
Vorherrschaft der Vereinigten Staaten unterscheiden. Der
Unterschied beschränkt sich auf seine genauen Grenzen, wenn
man den Satz aufstellt, daß die Vereinigten Staaten bezüglich
der anderen amerikanischen Länder nach den Geboten ihrer
„Ehre“ und ihres „Vorteils“ handelten, wobei zu bemerken ist,
daß der erste Punkt sich im zweiten enthalten erwiesen hat.
Solche Auffassung ist vernünftigerweise nicht als ein Vorwurf
für die Vereinigten Staaten zu betrachten. Es scheint ein
Postulat der Politik der großen Mächte zu sein, ihre Taten
ausschließlich von ihrem Vorteil beeinflussen zu lassen, unter
gänzlicher Außerachtlassung ethischer Rücksichten. Vielleicht
ist die Größe der Macht die Gegenfüßlerin der Skrupel und unmöglich
 ohne eine starke Dosis von Egoismus. Dieses bekannte
 auch Bismarck, dem wir in diesen Fragen Sachkenntnis
zuerkennen müssen; man muß die Dinge nur bei ihrem Namen
nennen,

90) Hans Wehberg, Die panamerikanische Bewegung. M.-Gladbach,
 Volksvereins-Verlag, 1914. 7,