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Die Entwicklung des Berliner Flaschenbiervgeschäfts.


[. Periode (bis 1868.)

Mit der Thatsache, dass bis in die ersten Jahrzehnte unseres
Jahrhunderts hinein in Berlin nur obergähriges Bier produziert wurde
erübrigt sich die Aufgabe, die Entstehung des Flaschenbiergeschäfts
 für Berlin zu begründen. Schon Krünitz*) erwähnt ‘im
fünften Bande seiner Encyklopädie in dem Artikel über das Bier, der
aebenbei bemerkt 287 Seiten umfasst, „das Weissbier wird in Berlin
selten vom Fass verkauft, sondern insgemein an die Bierschänker
abgeliefert und von diesen auf Bouteillen gezogen“. Bei der hier
erwähnten Ausnahme handelt es sich wahrscheinlich um das Koffent
von dem Professor Holtze in seiner Skizze „Berlin vor zwei Menschenaltern“
 schreibt: „Der gemeine Haustrunk war ein mattherziges Weissoder
 Braunbier, die Quartflasche zu 1 Silbergroschen. Ein noch viel
wohlfeileres und viel dünneres Getränk gab es in dem südlichen
Teile der Wilhelmstrasse und gewiss auch anderwärts unter dem
Namen Koffent. Wenn der Koffent, über dessen Geschmack : und
Wirkungen ich nicht mitreden kann, vom Fass gezapft wurde, wie
ich mich zu erinnern glaube, so war es das einzige Bier,
welches in anderer Gestalt als in Flaschen aus dem Keller
kam.“ In welcher Weise der Koffent mit dem Weissbier verwandt

*) Oekonomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Land-,
Haus- und Staats-Wissenschaft etc, In 242 Bänden von 1772—1838