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seiner Wichtigkeit aber doch an dieser Stelle schon erwähnt
werden muss. Es betrifft die Einführung des nach bayrischer Art
zebrauten Bieres in Berlin. Nach der von uns gegebenen Darstellung
war der Konsum der Berliner Einwohnerschaft bis dahin gedeckt
worden durch in Berlin gebrautes obergähriges (Weiss- und Braunbier)
und durch auswärtiges Bier, das sowohl obergährigen als auch untergährigen
 Charakters sein konnte. Nun wird im Jahre 1838 in Berlin
durch den früheren bayrischen Weinküfer Hopf zum ersten Male Bier
nach bayrischer Art gebraut und in seinen, am Tempelhofer Berg
gelegenen Lokalitäten zum Ausschank gebracht*). Das neue Bier
mundet den Berlinern zum grossen Teile ausserordentlich und findet
laher leichten Eingang in den Konsum, verschiedene Braumeister, die
anfänglich bei Hopf angestellt waren, machen sich selbständig. Ebenso
wie der erste Hersteller des bayrischen Bieres aus einer Weinhandlung
hervorgegangen ist, so soll auch in den Weinstuben zuerst das
bayrische Bier neben dem Wein eingeführt worden sein**). Eine
besondere Anziehungskraft übte auf die Berliner die von Hopf seit
1840 eingeführte, . auch von Bayern importierte Sitte des „Bock“-Anstiches
 im Frühjahr aus; bis in die achtziger Jahre war der Bock-Ausschank
 am Tempelhofer Berg ein Wallfahrtsort für die Berliner
und der erste Tag des Bock-Anstiches bedeutete ein Ereignis. Eine
Anzahl von grossen Ausschänken wurde gegründet, sogenannte
‚Bayrische Bierhallen“. In welcher Weise der Konsum von bayrischem
Bier seit seiner Einführung zugenommen hat, darüber fehlen uns leider
zuverlässige Zahlen, wie ja die ersten Zahlen über die Berliner Bierproduktion
 überhaupt erst für das Jahr 1860 aus dem Jahresberichte
der Aeltesten der Kaufmannschaft erhältlich sind. Im Jahre 1860
hatte die Produktion des Lagerbieres beinahe die Hälfte von der des
Weissbieres erreicht: sie berug 150421 hl; die Weissbierproduktion
370284 hl. Schon 1865 hatte sich das Verhältnis auf 324 108 zu

*) Schon 1827 hatte übrigens die preussische Regierung auf ihre
Kosten und wohl auf Anregung der Königin Elisabeth, einer bayrischen
Prinzessin 2 (Potsdamer) Brauer nach München zur Erlernung der bayr.
Brauerei geschickt. Vgl. Struve, Bayr. Braugewerbe, pag. 60.
**) Wie anderwärts, so liessen auch in Berlin Weinhändler und
Hotelbesitzer ihre Söhne oft Brauer werden und in München lernen.
Die Familien Habel und Happold gehören hierher, erstere eine Weinhandlungs-,
 letztere eine Hotelbesitzersfamilie, die zuerst auch eine soyenannte
 „bayerische Bierstube“ führte.