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führten und allmählich begannen diejenigen Geschäfte zu überwiegen,
bei denen das Hauptgewicht auf dem Ausschank des bayrischen
Bieres lag. ;
Auf den ersten Blick scheint es, als wenn diese Veränderung
in den Konsumtionsverhältnissen den Bierhändlern nur Nachteile
hätte bringen können. Vor allen ging die Lieferung an die grossen
Ausschanklokale in Berlin und Umgegend zurück; eine Kompensation
durch Lieferung von bayrischem Bier war hier ausgeschlossen, denn
wenn diese Ausschankstätten bayrisches Bier verschänkten, so bezogen
sie es in Fässern von den Brauereien. Doch stand dieser Absatzminderung
 zunächst die absolute Steigerung der Weissbierkonsumtior
entgegen, die im Zusammenhang mit der Bevölkerungszunahme auch
damals anhält. Dazu kommt aber noch ein anderes Moment. In
vielen Gastwirtschaften hatte, wie schon bemerkt, der Ausschank von
bayrischem Bier den des Weissbieres bei weitem überflügelt. Unter
diesen Umständen hielt es der betreffende Gastwirt nicht mehr für
nötig, das Weissbier selbst abzuziehen, sondern bezog es in Flaschen
vom Bierverleger. Es hängt dies‘ damit zusammen, dass der Abzug
des bayrischen Bieres, das Verschänken des in der Brauerei genussreif
hergestellten Bieres durchaus keine Schwierigkeiten macht, im Vergleich
 zu dem Abzug von Weissbier, das zumal früher eine individuelle
Behandlung verlangte (vgl. später S. 58). So kam es denn, dass
mit der Einführung des bayrischen Bieres viele Leute aus allerlei
Berufen ohne irgend welche Vorkenntnisse eine „Kneipe“ aufmachten,
denen das Abziehen des Weissbieres nicht nur wegen des geringeren
Absatzes unnötig, sondern in den meisten Fällen unbequem
erschien und die es deshalb vorzogen, das Bier vom Flaschenbierhändler
 zu beziehen. War früher der Gastwirt fast in allen Fällen
ein Konkurrent des Flaschenbierhändlers, so wurde jetzt eine grosse
Anzahl zu Kunden ihres früheren Konkurrenten. Eine ähnliche Erscheinung
 finden wir bei den Viktualienhändlern. Ein Teil derselben
betrieb den Absatz von Bier als Hauptgeschäft und bildete das Hauptkontingent
 für den neu sich bildenden Stand der Bierverleger, die
übrigen jedoch gaben den Abzug des Bieres auf und zogen es vor,
das Bier in Flaschen vom Flaschenbierhändler zu beziehen.
Es ist anzunehmen, dass diese Umwandlungen in der Gastwirtschaft
und im Viktualienhandel die durch die Einführung des bayrischen