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gewusst, den es bis zum Ausgang der neunziger Jahre behauptet und
noch um ein geringes überschritten hat (von 61,1 auf 64,9 %). Verschiedene
 Gründe sind dafür maassgebend gewesen, dass gerade Anfang
 der siebziger Jahre dieser Umschwung in den Berliner Bierkonsumtionsverhältnissen
 eintrat, zunächst die gesteigerte Kaufkraft
des Publikums, welches durch die ausserordentlich günstige Geschäftslage
 in den „Gründerjahren“ in den Stand gesetzt wurde das teurere
bayrische Lagerbier zu bezahlen; denn das Glas Bayrisch ä %/, Liter
kostete 10 Pfg., während die für denselben Preis abzegebene „kleine
Weisse‘ %10 Liter enthielt und von dem ‚„‚einfachen‘ Weiss- und
Braunbier %10 oder oft auch !°/, Liter nur auf 10 Pfg. kamen. Dann
sind aber auch hier vor allem Aenderungen in der Bevölkerungszusammensetzung
 in Betracht, zu ziehen. Gewisslich ist gerade in
diesen Jahren die Berliner Bevölkerung am stärksten in ihrer Zusammensetzung
 in der Richtung des Vorwiegens der jüngeren Altersklassen
 und in der Tendenz einer Zurückdrängung des Berlinertums
beeinflusst worden. Ebenso wie der erstere Umstand im Zusammenhang
 mit der Bevölkerungszunahme den Konsum im allgemeinen
steigerte, so trug die Thatsache, dass das Berlinertum innerhalb der
Berliner Bevölkerung an Einfluss und Zahl verlor, auf der anderen
Seite dazu bei, das Ueberwiegen des Konsums von bayrischem Bier
zu bewirken. Denn das Berliner Weissbier ist, wie u. a. auch der
Name besagt ein spezifisch berlinisches Getränk und seine Eigenart
wie seine Vorzüge werden infolgedessen auch nur von „echten“
Berlinern in richtiger Weise eingeschätzt und gewürdigı. Wie die
Form der Gläser und die Natur des Bieres ein hastiges Heruntergiessen
verbieten, vielmehr Ruhe und Behaglichkeit zum Geniessen des
Weissbieres Vorbedingung sind, so kann man vielleicht sagen, dass
in der Eigenart dieses Bieres sich das Bild des behäbigen, bedächtigen
und etwas philiströsen alten Berliner Bürgertums spiegelt. Welcher
Gegensatz zwischen einer Weissbierstube im alten Berlin und den in
den letzten Jahren entstandenen berühmten Aschinger’schen Bierquellen!
 Dort die Bürger etwas ehrwürdig an den einfachen Tischen
vor den runden grossen Gläsern vereinigt, Zeitung lesend oder in
Ruhe und Behäbigkeit sich unterhaltend. Hier ein ewiges Hasten und
Treiben, Kommen und Gehen, die Einzelnen kaum sich Zeit lassend,
um Platz zu nehmen. sondern im Stehen eines der obligaten belegten