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Brödchen essend oder einen Schnitt echten Bieres herunterstürzend
und mit dem Blick auf die Uhr nach einigen Minuten wieder forteilend,
 um anderen Platz zu machen, welche ebenso wie sie „in der
Eile“ etwas „geniessen“ wollen. Es ist interessant und gewiss nicht
Zufall, dass in denselben Jahren, in welchen in Berlin das bayrische
Bier eingeführt wurde auch in den meisten Schichten der Bevölkerung
die Cigarre an die Stelle der Pfeife trat. Wenn wir noch einen
Schritt weiter gehen und an die Cigarette denken,‘ so wird man unbedingt
 beipflichten müssen; dass die Vorbedingungen für den Genuss
bei beiden ganz verschiedenartige sind und dass aus dem Genuss des
Tabaks in der einen oder.der anderen Form sehr wohl Rückschlüsse
auf den Charakter der Rauchenden oder doch wenigstens, auf die
Umstände gemacht werden können, unter denen das Rauchen ge-:chieht.
 Aehnlich steht es mit dem Genuss von Weiss- oder bayrischem
Bier. Allerdings darf man nicht Ursache und Wirkung verwechseln,
wie Prof. Hoppe es thut, wenn er den unruhigen Sinn der Berliner
in ‚den vierziger Jahren zum Teil auf das Konto der Einführung des
bayrischen Bieres setzen will. Nein, weil Berlin infolge seiner Entwicklung
 zur Grossstadt aus dem behäbig ruhigen Leben aufgestört
wurde, deshalb fügte sich das bayrische Bier viel besser in das Leben
der Stadt ein, als es in früherer Zeit der Fall gewesen wäre. Und
dass gerade der Charakter der Gründerjahre diese Wirkung in der
Verschiebung des Konsums der beiden Biersorten am stärksten zum
Ausdruck bringen musste, leuchtet ohne weiteres ein.
In der Folgezeit hat sich, wie schon erwähnt, an dem Verhältnis
der Produktion beider Biersorten wenig geändert. Im Jahre 1898,
dem letzten, für das uns Zahlen vorliegen, wurden produziert
2480418 hl untergähriges und 1357993 hl obergähriges Bier, was
einem Verhältnis von 64,9 zu 35,1 entspricht. Noch ungünstiger aber
stellt sich das Verhältnis, wenn die Zahlen der Ein- und Austuhr in
Berücksichtigung gezogen werden. Es wurden im Jahre 1898 in
Berlin eingeführt 607 150, ausgeführt 626527 hl. Die Einfuhr ist
lediglich den unterjährigen Bieren zuzuzählen mit Ausnahme der
ca. 20—30 000 hl obergährigen Grätzer Bieres, das aber auch mit dem
Weissbier durchaus nicht verwandt ist. Nimmt man nun an, das
Berliner Weissbier sei an der Ausfuhr nur mit demselben prozentualen
Verhältnis beteiligt, wie an der Produktion, so sinkt der Anteil des