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den Brauereibetrieben zu. Es konnte nicht überraschen, wenn sie
dabei die untergährigen Brauereien bevorzugte. Einesteils deshalb,
weil der Anteil des Weissbieres an der Konsumbefriedigung stetig
zurückzugehen und bei der vorauszusehenden Entwicklung der Reichshauptstadt,
 dem Einströmen fremder Elemente zu dauernden Niederlassungen
 ebenso wie zu zeitweiligem Aufenthalt und jener übrigen
erwähnten Momente,‘ dem bayrischen Bier die Zukunft zu gehören
schien. Dazu kam, dass bei den Besitzern der Weissbierbrauereien
viel weniger Neigung bestand, ihre Hand zur Umwandlung ihres
Betriebes in eine Aktiengesellschaft zu bieten als bei den Besitzern
der z. T. selbst noch nicht lange bestehenden bayrischen Brauereien.
Während daher die Weissbierbrauereien fast durchweg ihren privaten
Charakter behielten, hat sich bei den bayrischen Brauereien die Umwandlung
 in Aktiengesellschaften so zu sagen auf der ganzen
Linie vollzogen. Die 1868 in eine Aktiengesellschaft umgewandelte
Tivoli-Brauerei wurde schon erwähnt, es folgen 1870 die Brauerei
Friedrichshain, 1871 die Brauereien Friedrichshöhe, Moabit und
Schlossbrauerei Schöneberg, 1872 die Bearg-, Bock-, Adler-, Schultheissund
 Vereins-Brauerei, das Berliner Brauhaus, insgesamt also 13 Umwandlungen,
 von denen nicht weniger als 7 auf das eine Jahr 1872
fallen.
Es liess sich voraussehen, dass in der Folgezeit die Entwicklung
der untergährigen Brauereien wesentlich von derjenigen der obergährigen
 verschieden sein würde. Ebenso wie die Aktiengesellschaft
die modernste Form der Unternehmung ist, so lässt sich auch bei ihr
voraussetzen, dass sie sich aller derjenigen Hilfsmittel bedienen wird.
welche in modernen kaufmännischen Betrieben angewendet werden.
um ein Geschäft in die Höhe zu bringen. Man hat versucht, die
Hauptmerkzeichen dieses modernen Geschäftsbetriebes in die Worte:
„Coulanz und Reklame“ zu kleiden, ebenso den Unterschied zwischen
alter und neuer Geschäftspraxis dahin zu kennzeichnen, dass früher
der Geschäftsinhaber wartete, bis der Kunde zu ihm kam und dann
erst lieferte, während heute der Lieferant den Kunden aufsucht und
ihn zur Abnahme seiner Waren zu bestimmen sucht. Man Kann
darüber streiten, ob die gegebene Charakteristik auf alle Grossbetriebe
passt, jedenfalls ist sie richtig in Bezug auf die Berliner Lagerbier-(bayrischen)
 Brauereien, welche in derselben Zeit alle Fortschritte der