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andere Leitung zugeschnitten. Sie suchten auf alle nur denkbare
Weise ihren Absatz zu vergrössern; weitestgehende Kreditbewilligungen,
Verleihung von Geschäftsutensilien an ihre Abnehmer, Errichtung
eigener Ausschankstätten, vornehme Reklame waren hauptsächlich die
Mittel, deren sie sich bei diesem Streben bedienten. Im Verlauf
dieser Entwicklung mussten die kleineren Betriebe, gegenüber den
kapitalkräftigeren Unternehmungen, immer mehr in den Hintergrund
reten. Hand in Hanl mit dem Streben nach Erhöhung des
Absatzes, ging die Tendenz auf Ausnutzung aller durch die Fortbildung
 der Technik erringbaren Vorteile, und auch hier konnten die
kleineren Betriebe nicht mitkommen, die, wie es im Jahrbuch f. d. a.
Statistik Preussen von 1876 heisst „ohne Eiskeller, ohne Maschinen,
üOhne spezielle Techniker mit den grossen Etablissements weder in
Bezug auf die Güte noch in Bezug auf die Herstellungskosten des
Bieres konkurrieren konnten“. Stellen wir diese fortschrittsfreudige
und aller Hilfsmittel der modernen Technik und Reklame sich bedienende
 Leitung der grossen bayrischen Brauereien in Vergleich zu
dem geschilderten Charakter der Weissbierbrauereien, so Kkann es
nicht überraschen, dass schon früh die Durchschnittsziffern der Produktion
 bei den bayrischen Brauereien viel höher sind, als bei den
Weissbierbrauereien. So heist es bereits in dem Jahresb. d. Aelt. d.
Kaufm. von 1875: „Von den 22 bayrischen Brauereien versteuerten
je eine über 70000 und 60000 Centner Braumalz, je zwei über
40 0C0 und 30 000, 5 zwischen 20-—30 000 und alle übrigen (11, also
5%) %) unter 20 000 Centner Braumalz. Von 26 obergährigen Brauereien
 versteuerten je zwei über 30000 und 20000 Centner, alle
übrigen (22, also: beinahe 90 %) unter 20000 Centner. Im Laufe
der Jahre hat sich die Entwicklung der untergährigen Bierbrauereien
immer weiter nach der Richtung eines Ueberwiegens der Grossunternehmungen
 ausgebildet, während auf dem Gebiete der Weissbierproduktion,
 die Vermehrung der Brauereien in gar keinem
Verhältnis stand zu der Zunahme der Produktion und zwar in-‘"olge
 der Errichtung vielfacher kleinen Brauereien (sogenannte
‚Quetschen“), welche ihr Bier direkt an die Konsumenten in Gestalt
 won Frischbier oder in ganz kleinen Gebinden absetzten.
Ihren Ausdruck findet die Entwicklung in den Zahlen für die
yegenwärtige Durchschnittsproduktion. welche für die bayrischen