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Bierbrauereien 84384, für die Weissbierbrauereien 18269 hI*)
beträgt.
Im Zusammenhang mit der Entwicklung der bayrischen Brauereien
zum Grossbetrieb steht nun als ein Glied in der Kette der auf die
Erhöhung des Absatzes gerichteten Anstrengungen die Uebernahme
des Flaschenbiervertriebes**) durch die untergährigen
Brauereien. Es wird vielfach behauptet, diese Uebernahme sei
geschehen auf Anregung des Generaldirektors der Schultheissbrauerei,
Roesicke, und zwar zum Schutze des biertrinkenden Publikums. Die
Bierverleger, habe Herr Roesicke ausgeführt, „panschten“ zu viel und
deshalb müssten die Brauereien den Flaschenbiervertrieb in eigene
Regie übernehmen, damit das Publikum unverfälschte Ware erhielte
und die Brauereien nicht. länger der Gefahr ausgesetzt seien, dass das
von ihnen den Bierverlegern im reinen Zustande gelieferte Bier von
diesen verfälscht und dadurch ohne Schuld der betreffenden Brauerei
diese selbst in einen schlechten Ruf gebracht würde. Nun mag ohne
weiteres zugegeben werden, dass in dieser und anderer Beziehung
Missstände im Bierverlage vorhanden gewesen sein mögen, obwohl
eine Verfälschung des bayrischen Bieres wohl seltener vorgekommen
sein mag, als der Wasserzusatz zum Weissbier. Jedoch muss gegen
die Auffassung Einspruch erhoben werden, als wenn die Brauereien
lediglich aus dieser Fürsorge für das Publikum und aus Furcht vor
Schädigung ihres Rufes zu der Einführung des Flaschenbiervertriebs
gewissermassen gedrängt worden wären. Es mögen Erwägungen der
vorher dargelegten Art mit obgewaltet haben, aber sie haben sicherich
 ‘nur eine nebensächliche Rolle gespielt gegenüber solchen von
weit schwererwiegender Natur. Vor allem kam es darauf an, den
Absatz und zugleich den Gewinn zu erhöhen, den man unzweifelhaft
und wahrscheinlich in übertriebenem Maasse von der Einführung dieses
Vertriebes erhoffte. Durch den direkten Verkehr mit den Konsumenten
auf dem Wege der Flaschenbiersendung erwartete man weiter, das Bier
der betreffenden Brauerei leichter einzuführen bezw. weiter zu verbreiten.
 Man rechnete darauf. dass diejenigen Familen. welche Bier

*) Letztere Zahl würde allerdings etwas höher sen (ca. 25000 hl),
WENN Man nur die Produktion der Weissbierbrauereien berücksichtigte
und nicht, wie es regelmässig in den Berechnungen gescheht, Weiss- und
Braunbierbrauereien zusammen betrachtete. Vgl. weiter Seite 45. ;
"*) Der gewöhnliche Ausdruck lautet auch hier „Flaschenbier han de1“
loch kann man im volkswirtschaftlichen Sinne nicht von Handel sprechen.