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von einer bestimmten Brauerei als Hausgetränk gewöhnt wären, auch
in den Restaurants und Ausschankstätten dieses bevorzugen würden.
Schliesslich aber und zwar wohl als ausschlaggebender Faktor sind
Erwägungen volkswirtschaftlicher Natur massgebend gewesen. Schon
1879 war in dem Berichte der Aeltesten der Kaufmannschaft von
Berlin darüber geklagt worden, dass die Unsitte des Uebermaasses
unglaubliche Dimensionen angenommen hätte, „es ist dies nach jeder
Hinsicht bedauerlich, denn einerseits werden dadurch nur die sogenannten
 Bierverleger, deren Existenz mit wenigen Ausnahmen
weder für Fabrikanten noch für Konsumenten von Nutzen
ist, begünstigt, andererseits wird die Solidität und Rentabilität der
Brauereien selbst dadurch untergraben“. Ebenso wie der Verfasser
dieser Auslassungen in dem citierten Bericht sind wahrscheinlich auch
manche der Brauereidirektoren der Meinung gewesen, dass die Existenz.
des Bier-Verlages als eines Zwischengliedes zwischen Produzenten
und Konsumenten als volkswirtschaftliche Notwendigkeit nicht
anzuerkennen sei. Sie glaubten, das Publikum mit Leichtigkeit
davon überzeugen zu können, dass es sich bei dem direkten
Bierbezug aus der Brauerei weit besser stände, als wenn es sich an
die Bierhändler wendete. Es musste ja einleuchten: besser konnte
der Bierverleger das Bier seinen Kunden auf keinen Fall liefern, als
die Brauerei, von der er es selbst bezog, wohl aber bestand die
Gefahr der Verfälschung. Billiger liefern konnte der Bierverleger
auch nicht, denn er konkurrierte ja mit seinen eigenen Lieferanten.
So schien bei dem geplanten Versuch jeder Vorteil auf Seiten der
Brauereien, aller Nachteil auf Seiten der Bierverleger zu sein.
Die weitere Entwickelung hat gezeigt, dass diese Kalkulationen
richtige waren. Das Publikum kam den Brauereien mit grossem
Vertrauen entgegen und begann, sich von den Bierverlegern abzuwenden.
 Eine intensive Reklame seitens der Bierbrauereien unterstützte
 diese in ihren Bemühungen. Annoncen in den Zeitungen, an
den Scheiben der damaligen Pferdebahn und in den Stadtbahnwagen,
Zustellung frankierter Bestellkarten, Neujahrsgeschenke auch an Nichtkunden
 (Abreisskalender, Tintenwischer, auch Aschenbecher in Tonnenform
 mit Firma etc.), schliesslich das Aeussere der Wagen, das
höflichere Benehmen der Kutscher, alles wirkte zusammen, um den
Kundenkreis der Brauerei fortgesetzt zu vermehren. Einen besonderen