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Zu dieser gewaltigen Zahl von beinahe 600 000 hl ist noch der
Absatz derjenigen Brauereien hinzuzurechnen, welche dem Verbande
nicht angehören, und deshalb in der Tabelle nicht angeführt sind. Es
sind dies u. a. die Vereinigten Werder’schen Brauereien, welche ihren
Hauptabsatz in Berlin haben, sowie die grösste der bestehenden
bayrischen Brauereien, soweit diese noch in Privathänden sind, die
von Julius Bötzow. Der Absatz von Flaschenbier der letzten Brauerei
ist allein auf ca. 50—60 000 hl Jährlich zu schätzen. Dazu kommen
nun noch die Generalvertreter auswärtiger Brauereien, welche ebenfalls
einen schwunghaften Flaschenbierhandel treiben, wie die Haasebrauerei
in Breslau und die Radeberger Exportbrauerei. Der Gesamiumsatz
von Flaschenbier seitens der Berliner Brauereien ist somit auf
ca. 7— 800000 hl jährlich zu schätzen. Berechnet man, dass ein Bierverleger
 bei einem jährlichen Absatz von 800 —1000 hl schon verhältnismässig
 gut bestehen kann, so ist ersichtlich, wie viele solcher Betriebe
ein einziges Grossunternehmen, wie die Schultheissbrauerei, überflüssig
macht.
Die Berliner Weissbierbrauereien haben in ihrer Mehrzahl
aus den Gründen, die auch ihrer allgemeinen Entwicklung zu Grossunternehmen
 entgegenstanden, die Uebernahme des Flaschenbiervertriebes
 abgelehnt. Einige, die es versucht hatten, den Flaschenbiervertrieb
 in grösserem Massstabe in eigene Regie zu übernehmen,
wurden durch einen Boykott der Bierverleger zur Aufgabe desselben
gezwungen. Der Boykott liess sich in diesem Falle durchführen, weil
die betreffenden Brauereien den Bierverlegern nicht, wie die bayrischen
Brauereien als eine geschlossene Macht gegenübertraten, sondern
vereinzelt dastanden und zudem auch einzeln nicht über ein derartiges
Kapital verfügten, wie jene. Von den grösseren Brauereien betreiben
nur zwei den Selbstabzug und Vertrieb von Flaschenbier, nämlich die
Weissbierbrauerei vorm. Albert Bier, und die vor kurzem in eine
Aktiengesellschaft umgewandelte Brauerei von Gebhardt, Die Bier’sche
Brauerei begann mit dem Vertrieb von Flaschenbier im Jahre 1890,
ihr jetziger Absatz beziffert sich auf ca. 15000 hl, der Absatz der
Gebhardt’schen Brauerei soll etwa 30000 hi betragen. Die Kundschaft
 der letzteren Brauerei setzt sich überhaupt zum grössten Teile
aus Abnehmern von Flaschenbier zusammen, wenigstens wurde der
Brauereibesitzer Gebhardt früher von den Berliner Bierverlegern