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geben. Einesteils in Bezug auf die Durchschnittsproduktion der
obergährigen Brauereien, welche ohne diese Quetschen doch nicht
jenen ausserordentlich niedrigen Stand haben würde, den sie in der
Statistik einnimmt, anderenteils in Bezug auf die Lage der Bierverleger,
 welche von der Steigerung der Produktion obergähriger
Biere durchaus nicht in vollem Masse profitiert haben, da die
gesamte Produktion dieser Braun- und Bitterbierbrauereien davon abzurechnen
 ist. Der Absatz dieser Brauereien an ihre Abnehmer
vollzieht sich meist. derart, dass das benötigte Bier in Kannen oder
kleine Gebinde gefüllt, oft aber auch direkt vom Fass mittels Ablasshahnes
 abgefüllt und so in einer Art „Strassenhandel“ abgesetzt wird.
Das Feilhalten von losem Bier mit einem Extraktgehalt von unter
2% ist zwar polizeilich verboten, jedoch soll nach Aeusserungen
aus Fachkreisen diese Bestimmung völlig auf dem Papiere geblieben
 sein.
Durch die Art des direkten Absatzes dieser kleinen Brauereien
ist natürlich den Bierverlegern ebenfalls eine empfindliche Konkurrenz
entstanden. Während früher die Braunbierbrauereien ihr Bier ebenso
wie die Weissbierbrauereien den Bierverlegern in Fässern lieferten
und diese den Absatz in Flaschen besorgten, welcher oft
einen bedeutenden Teil des Gesamtabsatzes ausmachte — namentlich
an die Viktualienhändler wurde viel Braunbier geliefert — ist ihnen
heute dieser Absatz fast gänzlich aus den Händen genommen. Dazu
kommt als letztes Moment noch, dass die Gastwirte aus ihrem
Kundschaftsverhältnis zu den Bierverlegern heraustraten. Seitdem in
den achtziger Jahren die Weissbierbrauereien, um den Wünschen
nicht nur der Gastwirte, sondern auch eines Teiles der jüngeren Bierverleger
 nachzukommen, immer mehr dazu schritten, den letzten
Gährungsprozess beim Weissbier in ihren eigenen Kellereien vorzunehmen,
 begannen auch die Gastwirte mehr und mehr das Bier
wieder selbst von der Brauerei zu beziehen und so ging auch dieser
Kundenkreis den Bierverlegern verloren.
Es ist daher wohl ersichtlich, dass der KEinfluss, welchen
die Steigerung des Konsums obergähriger Biere auf die Lage der
Bierverleger ausübte, durch die übrigen namhaft gemachten Momente
 mehr als aufgewogen werden musste. Nur ein Gebiet blieb
den Bierverlegern, auf dem sie, von drückender Konkurrenz be-