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freit, ihre frühere Stellung nicht nur behaupten, sondern sogar
verstärken konnten: dasjenige der sogen. „echten“ Biere. Es war
bereits dargelegt worden, wie der Vertrieb der auswärtigen Biere
zuerst in den Händen jener Bier-Niederlagen sich befand, welche daneben
 meist noch mit einem besseren Kolonialwarengeschäft oder
einem Restaurant verbunden waren. Später entwickelten sich aus
dieser Betriebsvereinigung die General -Agenturen der auswärtigen
Brauereien als selbständige Gewerbe und zwar zum grössten Teil
mit der Beschränkung auf den Absatz in Fässern, während der Vertrieb
 des Flaschenbieres in die Hände der Bierverleger überging. Im
wesentlichen liegen die Dinge auch heute noch so, nur dass viele
Bierverleger, angesichts der Verringerung der Absatzmöglichkeit
auch eigene Brauereivertretungen übernommen haben und z. T.
neben ihrem Flaschen- auch Fassbierhandel treiben. Für die Mehrheit
 der Bierverleger wichtiger als diese einzelnen Vertretungen
ist jedoch der Absatz derjenigen sogenannten „echten“, d. h.
auswärtigen Biere, welche allgemein eingeführt sind und deren Vertrieb
 durch die Bierverleger geschieht, da die betr. Generalvertretungen
sich auf den Fassbierhandel beschränken. In Betracht kommen hier
vor allem das Grätzer und das Kulmbacher Bier. Von den 46 Bierverlegern,
 über deren Geschäftsbetrieb mir Auskünfte vorliegen, führten
36 Grätzer und 21 Kulmbacher Bier, Münchener Bier wurde in 3.
Pilsener Bier in 5 Fällen geführt. Das Grätzer Bier (aus Grätz in der
Provinz Posen) wurde Mitte der achtziger Jahre in Berlin eingeführt,
es ist ein obergähriges Bier, das sehr lange Lagerung erfordert,
(mindestens 14 Tage), der Geschmack ist ein eigentümlich rauchiger.
Es wird meist in den Nachtcafes geführt. Die jährliche Einfuhr von
Grätzer Bier soll nach den Angaben des Generalvertreters einer der
bekannteren Grätzer Brauereien etwa 25000 hl betragen. Eine Zeit
lang hatte der Vertreter der Brauerei Bähnisch in Grätz den Flaschenbiervertrieb
 selbst übernommen, doch wurde er durch einen Boykott
der Berliner Bierverleger gezwungen, ihn wieder aufzugeben, da er
mehr Fassbierkunden verlor, als er an den neugewonnenen Flaschenbierkunden
 verdiente. So ist der Absatz des gesamten in Berlin eingeführten
 Grätzer Bieres in den Händen der Bierverleger geblieben.
Allerdings konnten die 25 000 hl, welche der Absatz von Grätzer
Bier ausmachte, keinen Ersatz bieten für dasjenige Absatzfeld, welches