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Bierverleger, sondern auch zugleich Schankwirte waren, als vielmehr
deshalb, weil ein grosser Teil der Vereinsmitglieder überhaupt. das
Bierverlagsgeschäft an den Nagel gehängt und sich lediglich auf die
Gastwirtschaft beschränkt hat.
3. Betriebsvereinigung mit Viktualien-(Spezerei-) Handel.
Diese Verbindung, welche zu Anfang der siebziger Jahre, nachdem
die Bildung des Bierverlages als selbständiges Unternehmen vollzogen
war, ganz aufgehört hatte, beginnt jetzt, bei der schlechten Lage des
Bierverlegerstandes, wieder in den Vordergrund zu treten. Insofern
zeigt sich allerdings ein Unterschied gegenüber der alten Form, als
in dieser der Viktualienhandel das ursprüngliche war und aus ihm
allmählich der Flaschenbierhandel sich entwickelte, während bei den
jetzigen Gründungen das Geschäft als Bierverlag gedacht ist, der
Kleinhandel mit Bier und Viktualien jedoch als Unterstützung
für das ganze Unternehmen dienen sollen, das auf dem Bierverlag, bei
dem namentlich in der ersten Zeit nur geringen Umsatz, doch zu unsicher
 aufgebaut wäre. Hauptsächlich findet sich diese Verbindung
bei vielen der neueren Geschäfte und es scheint, als wenn sie für
Neugründungen von Bierverlagsgeschäften typisch werden sollte. Von
der Weiterentwicklung des Geschäfts hängt es dann ab, ob dieses
mehr nach der Seite des Flaschenbier- oder Viktualienhandels
hinneigt. In letzterem Falle wird vielfach an die ‚Stelle des Bezuges
von Fassbier derjenige von Flaschenbier aus der Brauerei oder
vom Verleger treten, womit dann der Begriff des ‘Bierverlages aufgegeben
 ist.
Als andere Arten der Betriebsvereinigung kommen in Betracht
der Nebenhandel mit Mineralwasser (inkl. Limonaden), Eis und
Kohlensäure, An kleineren Orten ist die V erbindung von Bier-Verlag
mit Mineralwasser- und Eishandlung viel häufiger als in Berlin; die
Zahl der verschiedenen Verbindungsarten ist dort auch mannigfaltiger.
50 soll in einigen Städten der Bierverlag in Verbindung mit Holzand
 Kohlenhandel sich finden, ebenso wird im Organ des Verbandes
deutscher Bierhändler den Bier-Verlegern empfohlen, den Petroleumhandel
 als Nebengeschäft einzuführen, namentlich um — ebenso wie
bei dem Holz und Kohlenhandel — während der Winterszeit, wenn
der Bierkonsum naturgemäss geringer ist, nicht ganz ohne Absatz zu
sein. In Berlin sind mir derartige Formen von Betriebsvereinigung