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zu werden pflegen. Auch Haushaltungs- und Geschäftskasse werden
selten getrennt. Selbst unter den grösseren Geschäften fand ich manche,
die ihre Einnahmen und Ausgaben zu buchen nicht für nötig hielten.
Der Arbeiter im Bierverlag. Aus der vorher gegebenen
Beschreibung des Bierverlagbetriebes erhellt, dass wir es hier mit ungelernten
 Arbeitern zu thun haben. Zwar findet man oft in Berliner
Blättern Annoncen des Inhalts: „ein Arbeiter gesucht, der schon im
Bierverlag gearbeitet hat“, doch ist dies mehr nur die übliche Form
der Annonce, denn die Arbeit im Bierverlag erfordert so wenig Kenntnisse
 und ist so leicht zu begreifen, dass sie von jedem Handlanger
verrichtet werden kann. Höchstens wird durch die Gewöhnung wohl
ein schnelleres Arbeiten ermöglicht. Manche Arbeiter bleiben auch
Jahre hindurch im Bierverlag, doch ist es stets nur eine bestimmte
Klasse von Arbeitern, welche mit der Stellung im Bierverlag zufrieden
ist. Zunächst handelt es sich fast ausschliesslich um ledige Leute,
was damit zusammenhängt, dass die Mehrzahl der Bierverleger von
ihren Arbeitern verlangt, dass sie im Hause wohnen. Da die an
höhere Ansprüche gewöhnten Arbeiter nur in seltenen Fällen geneigt
sind, sich der Kontrolle zu unterwerfen, welche mit diesem „in Lohn
und Kost stehen“ (wobei man das Wohnen beim Arbeitgeber als
selbstverständlich hinzudenkt) verbunden ist, so kann es nicht befremden,
 dass die Mehrzahl der im Bierverlag beschäftigten Arbeiter
aus den Ostprovinzen. (Ostpreussen, Westpreussen, Pommern, Posen)
stammt, während die übrigen Provinzen dahinter weit zurücktreten
und die westlichen fast garnicht vertreten sind. Aus den Büchern des
Arbeitsnachweises für den Verein der Berliner Bierverleger habe ich
mich über die Herkunft der dort sich meldenden Arbeiter zu informieren
 gesucht und dabei Folgendes gefunden:
Von 190 in Berlin im Bierverlag beschäftigten Personen waren

vebdren:

in den Ostprovinzen
Brandenburg
Schlesien
Stadt Berlin
„ anderen Provinzen 13
Nun ist bekanntlich der Anteil der östlichen Provinzen an der
Berliner Bevölkerung ein grosser: dennoch muss es überraschen, dass