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zieht! Dazu kommt, dass viele Gastwirte und Cafetiers sich an der
Veranstaltung eines Abendtisches im Winter nicht genügen lassen,
sondern ihre Lieferanten mehrmals um sich versammeln, sei es zum
Wurstessen, zum Frühschoppen mit Musik, zur Geburtstagsfeier des
Inhabers (die oft zweimal im Jahre stattfindet) etc. Ebenso wie die
Brauereien, kaufen sich in solchen Fällen auch die Bierverleger
manchmal los, indem sie gleichfalls, anstatt zu erscheinen, einige
Kästen oder einen Kasten Bier gratis senden. Wenn derartige Einladungen
 sich allzuhäufig wiederholen und dem Bierverleger klar
wird, dass sein Verdienst durch die von ihm verlangten Gegenleistungen
 fast völlig ausgeglichen wird, so wird er auch wohl in
manchen Fällen auf einen solchen Kunden verzichten. In jedem
Falle hat ein Bierverleger mit diesen Spesen als einem ansehnlichen
Posten in seinem Ausgabekonto zu rechnen. Welche Anteilnahme
die Bierverleger dieser ganzen Frage entgegenbringen, geht daraus
hervor, dass in dem ersten Jahrgange (1899) ihres Fachorgans nicht
weniger als sechs Einsendungen aus Bierverlegerkreisen über diese
Frage sich finden, ohne dass allerdings diskutable Vorschläge darin
gemacht worden wären, wie den allseitig erkannten Missständen
entgegenzutreten Sei.
3. Andere Ausgaben. Neben den Flaschenverlusten und
Spesen kommen für den Bierverlag als Ausgaben noch in Betracht:
die Löhne, die Miete, Reparaturen, die Unterhaltung von Pferd und
Wagen, Gewerbesteuer, Beiträge zur Krankenkasse sowie für Altersund
 Invaliditätsversicherung der Arbeiter, Schliesslich Anzeigen und
Reklame. Wenn diese Ausgaben hier lediglich aufgezählt werden
im Gegensatz zu der eingehenden Besprechung der Ausgaben für
Flaschen und für Spesen, so geschieht dies deshalb, weil sie einer
näheren Erläuterung kaum bedürfen. Ueber die Löhne ist vorher
schon gesprochen worden, die Reparaturen beziehen sich beispielsweise
 auf die Flaschenkästen oder die Holzlager in den Kellereien,
ferner etwaige im Keller angewandte Maschinen. Für Anzeigen
und Reklame pflegt der Bierverleger in der Regel so wenig wie
möglich auszugeben: immerhin muss er Rechnungen mit Firmenaufdruck,
 oft auch Bestellkarten, ferner Etiquetten, Plakate, Preiskourante
 u. dergl. führen.