_— 81 —

Zu dieser Aufstellung ist zu bemerken, dass einerseits die gewährten
 Rabattpreise beim Weissbier sehr hoch waren, da sich
dessen Absatz im wesentlichen auf grasse Abnehmer verteilte, dafür
genügte jedoch auch ein Pferd und ein Wagen zur Fortschaffung
des Bieres, während bei einer Zersplitterung der Kundschaft
mindestens zwei Wagen mit je einem Pferd bespannt, in Betrieb
hätten sein müssen. Im übrigen soll die Aufstellung weniger zur
Nustration des Rein- als vielmehr des Bruttogewinnes dienen. Es
ergiebt sich aus ihr beim Weissbier ein Bruttogewinn von genau
100 %,.d. h. weniger, als wir vorher angenommen hatten, was sich
aus den angegebenen Gründen erklärt, dagegen ist der Verdienst
an Grätzer Bier höher als in unserer Annahme, da in dem betr.
Bierverlag auch zu der Zeit, als der hl Grätzer Bier nur 16 Mark
kostete 100 Flaschen nicht unter 10 Mark fortgegeben wurden. Die
Flaschenverluste betrugen nur ca. 2,5 %, was ebenfalls mit der geringen
 Zahl der Abnehmer zusammenhängt. Aus den Aeusserungen
einer grossen Zahl von Bierverlegern ist anzunehmen, dass der
Reingewinn — von individuellen Zufälligkeiten abgesehen — da.
wo Weissbier und Grätzer Bier den überwiegenden Teil des Absatzes
 bilden, in der Regel nicht unter 10 und nicht über 15%, des
Umsatzes beträgt. Es scheint dabei nicht, als wenn mit der Erhöhung
 des Umsatzes der Reingewinn verhältnismässig höher würde;
vielmehr wird ein verhältnismässiges Steigen desselben dadurch, dass
bei höherem Umsatz der Geschäftsinhaber nicht mehr mitarbeiten
kann, sondern sich auf die Beaufsichtigung des Geschäftsbetriebes
beschränken muss, ferner durch Erhöhung der Spesen u. a. in der
Regel kompensiert.