Ergebnisse, Schlusshbetrachtungen.

Wenn wir die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung
cückblickend betrachten, so stehen wir vor einer Erscheinung,
welche vom nationalökonomischen Standpunkte nicht ohne Interasse
 ist, wenn sie auch, im Zusammenhang mit der volkswirtschaftlichen
 Entwickelung der letzten Jahrzehnte betrachtet, nichts
Ueberraschendes bietet. Aus dem kleinsten Krämerverhältnis
heraus entstanden, anfangs nur als Nebengeschäft auftretend, wird
der Bierverlag im Laufe der Jahre zur selbständigen Unternehmung.
 Als Zwischenglied zwischen den Brauereien auf der
einen und den Konsumenten auf der anderen Seite stehend, übernimmt
 er die Funktion der Vermittelung zwischen beiden, eine
Funktion, welche der Sprachgebrauch vielfach als „Zwischenhandel‘“
bezeichnet, während die nationalökonomische Wissenschaft mit
diesem Worte einen anderen Begriff verbindet. Wenn wir einmal
die Bezeichnung Zwischenhandel im obigen Sinne gebrauchen wollen,
zo lässt sich wohl die Behauptung aufstellen, dass ein Zwischenhandel
 solange berechtigt und volkswirtschaftlich nützlich ist, als er
die Verbindung zwischen Produzenten und Konsumenten bequemer
und wohlieiler vermittelt, als es den Produzenten selbst möglich
wäre. Solange daher die Brauereien darauf verzichteten bezw. verzichten
 mussten, den direkten Absatz ihrer Produkte an die Konsumenten
 zu bewerkstelligen, solange konnte sich der Bierverlag als
volkswirtschaftlich berechtigter Zweig des Handels ungehindert in
günstiger Weise entwickeln. In dem Augenblick, als die Brauereien
den Versuch machten, sich des von ihnen bis dahin bedienenden
Zwischengliedes zu entledigen, kommt es für die Weiterentwicklung
beider Geschäftszweige darauf an, ob die Brauereien in der Lage
sind. die erforderlichen Leistungen mit einem geringeren öko-