286 DEUTSCHLAND. — Nassau (I.and und I.eute'. gabeposten erscheinen; Civilliste 200,000 Fr. (bis 18 ib 150,000 fl., dann blos 100,000 Fr., seit 1858 verdoppelt); Militär 500,000. Schulden. 1859 wurden IV900,000, 1863 für Ei.senbahnbau und ähnl. Zwecke weiter 9’270,000 Fres. , beides zu 4%, aufgenommen (letztes Anlehen à 91 negocirt),‘zus. etwas über 13 Mill. Fres. Militär. Holländische Einrichtung. 2 Bataill. Jäger, dem 9. Armeecorps ­ zugetheilt, im Kriegsfälle für den Festungsdienst in Luxemburg bestimmt, im Frieden 1602, im Kriege 2057 Mann. Freussen hat die Stellung der Specialwaffen (322 Mann) übernommen. — Das Contingent für Limburg betrüge der Bevölkerung nach 2027 M. ; zufolge eines Vertrags mit Nassau (siehe unten) stellt aber Limburg 1079 Reiter. Eisenbahnen: in Luxemb. 1862 161 Kilom. = 2L'‘(jMeil. In Luxemburg franz. Münze. In Limt urg Alles holländisch. 14. Nassau (Herzogthumj. Areal 85% Q.-M., eingetheilt in 28 Aemter. — Bevölkerung : Dec. 1861 456,567, in 1 11,038 Familien. (Ende 1863 162,334 Einw.) Konfessionen: Mennoniten . 112 I tStiOUe (1801): Protest, (unirt) 237,053 Deutschkatholiken 307 Wiesbaden . . 21,107 Katholiken 211,083 Juden 7112 | Biebrich . . 4,700 Frühere Volkszahl: 1834 370,374, 1843 412,221, 1840 425,080, 1852 420,000, 1855 431,540, Auswandenwgen : In den 11 Jahren 1852—02 15,712 (am meisten 1854: 3555); Einwanderungen 2125. — Vom Areal sind 15,285 Morgen (% Q.-M.) Weinberge, 714,177 Ackerland, 201,102 AViesen, 757,300 AVald.— Vieh stand (1802' 12,047 Pferde, 504 Esel, 208,172 Rindvieh, 157,150 Schafe, 50,050 Schweine, 33,500Ziegen. — Bergwerke (1800): 004, wovon 525Eisenstein-, ­ 210 Dachschiefer-, 37 Blei-, Silber- u. Erzgruben. Gebietsveränderungen. Nassau war zu Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts nach zwei Hauptdynastenlinien getheilt ; AValram'sche und Ottonische. A'^on der erstgenannten, welche früher in die Zweiglinien von Idstein, AVeilburg, Saarbrücken, Ott weder und Usingen zerfallen war, bestanden noch zwei Zweige: die Usingische, zu deren Gebiet AViesbaden, Idstein, Lahr (nun bei Baden) und Saarbrücken nun Rheinpreussen) gehörte, und die AVeilburgischc, mit AA^eiIburg; dann Kirchheimbolanden, ­ Stauf und Göllheim (jetzt Rheinbayern). Das Ottonische ­ (Oranische) Haus besass Diez, Dillenburg, Siegen, Herborn u. die Grafschaft Spiegelberg, zusammen 48Q.-AI. mit 1 30,006 Menschen Die linksrheinischen Besitzungen gingen im Imnevillcr Frieden verloren ­ : Usingen büsste 20 Q.-M. und 60,200, AVeilburg 8 Q.-M. und 18.000 Menschen ein. Als Entschädigung erhielt das Erste I 803 : die Mainzischen Aemter Königstein, Höchst, C'ronberg, Rfldesheim, Oberlahnstein, ­ Eltville, die Besitzungen des Mainzer Domcapitels auf der rechten Rheinseite ; das Pfälzische Amt Caub, Parcellen von Cöln. Hessen ­ und Trier (Limburg) und die Grafschaft Sayn, zus. 36 (¿.-M. mit 92.000 Einw. ; — AVeilburg empfing vom Kurfürstenthume Trier; Ehrenbreitstein, ­ Montabaur, Limburg und einige Abteien, 16 Q.-M. und 37.000 Menschen. — Zur Rheinbundszeit vereinigten beide Fürsten