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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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            <idno>826042163</idno>
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      <div>• 36 GllOSSBRITAXIEX. — Sociale, Gewerbs- und Handelsverhältnisse. 
Pferdekraft. Von den Fabriken befanden sich 5652 in Engl., 56S in 
Schottl. u. 158 in Irl. — Von der Gesammtsumme kamen 2887 Fabrik, 
auf die Baumwolle-, 1679 auf die Wolle-, 399 auf die Lein- u. Jute- 
u. 771 auf die Seideindustrie. Die verarbeiteten Rohstoflfe u. den Pro- 
ductenwerth berechnete man 1856 folgendermassen : *) 
Fabriken in Verarbeitete Bohstoffe 
Pfund Werth 
Baumwolle . . . 8TT’22.%400 20’103,OS.3 
Wolle Ii)9’ö31,599 10’314,4T7 
Gemischten Zeugen 80’0()0,(M)0 5’000,0()0 
Lein etc 52S’289,104 7’2.54,S75 
Seide y’290,260 9'754,779 
Zusammen 1'694,336,409 52’427,214 
Oesammtpro* 
duction 
:e 
55'29S,778 
23'942,976 
12’715,569 
15’100,(»00 
IS’900,000 
Í25’957,323 
davon ans- 
gefdhrt 
38^2^3,779 
5’985,744 
6’415,.569 
6’262,58S 
2’966,938 
59’914,609 
Die Einfuhr der 
Hohe Baumwolle 
Centner 
1837 3’665,581 
1853 7’993,.560 
1857 8’654,633 
1860 12’419,096 
1861 11’223,078 
1862 4’678,333 
1863 5’978,422 
wichtigsten Rohstoffe für 
Schafwolle etc. Rohe Seide 
Pfund Pfund 
48’379,70S 
119’396,449 6’480,724 
129’749,898 12’077,931 
14S’396,577 9’178,647 
147’172,841 S’71(),681 
171’943,472 K»’372,123 
177’377,664 9’221,145 
Gewebefabriken war : 
Jute 
Centnir 
Hanf, Flachs etc. 
Centner 
962,294 275,578 
782,271 618,833 
768,033 816,787 
769,355 904,092 
915,807 963,774 
1’067,913 1'223,033 
Handelsverkehr. Eine Vergleichung des früheren und jetzigen Han 
delsverkehrs ist namentlich dadurch erschwert, dass früher bei der Ein 
fuhr nur der sog. officielle Werth (nach einem Tarif aus dem J. 1694) 
aufgezeichnet wurde. Erst seit 1854 wird dabei auch der »wirkliche 
Werth« verzeichnet (auf Grundlage einfacher Declaration). Anders ward 
es schon früher bei der Ausfuhr gehalten. Indess muss auch dabei 
der wechselnde Werth der zu Anfang des jetzigen Jahrhunderts mit 
Zwangscurs versehenen Banknoten berücksichtigt werden. Der wirkl. 
Werth der Ausfuhr britischer Producte betrug in den 5 ersten Jahr 
zehnten durchschnittlich ; 
1801 — 10 1811—20 1821—30 1831—40 1841—50 
40'731,970 51'484,461 36'600,536 45'144,407 57'381,293 
Von 1854 an liegen vollständigere Berechnungen vor. Die Haupt 
ergebnisse sind, naeh dem »wirklichen Werthe« und bei der Ausfuhr mit 
*) Nach Fairbairn's Angaben beschäftigten die Metallbergwerke und 
Schmelzöfen Englands so viele Dampfmaschinen, dass sie zusammen 450,000 
Pferdekräfte repräsentiren ; die Dampfmaschinen der Manufakturen haben zu 
sammen 1’350,000 Pferdekraft, die Dampfschiffe 850,000, die Lokomotiven 
1 Million ; dies macht zusammen 3'650,000 Pferdekräfte ! Da aber diese Maschi 
nen durchschnittlich mit dem Dreifachen ihrer nominellen Kraft arbeiten, so 
ist obige Zitier auf 11 Millionen zu erhöhen. Man rechnet gewöhnlich 7 Men 
schenkräfte gleich einer Ifferdekraft, somit verrichten die englischen Dampf 
maschinen eine Arbeit, zu deren Leistung 77 Millionen Männer nöthig wären, 
welche dem mannskräftigen Theile einer Bevölkerung von 250 Millionen ent 
sprechen; somit arbeiten die englischen Dampfmaschinen fast so viel, als alle 
Arbeiter Europa's bei angestrengter Thätigkeit an mechanischer Arbeit leisten 
können.</div>
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