<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<TEI xmlns="http://www.tei-c.org/ns/1.0">
  <teiHeader>
    <fileDesc>
      <titleStmt>
        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
        <author>
          <persName>
            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
          </persName>
        </author>
      </titleStmt>
      <publicationStmt />
      <sourceDesc>
        <bibl>
          <msIdentifier>
            <idno>826042163</idno>
          </msIdentifier>
        </bibl>
      </sourceDesc>
    </fileDesc>
  </teiHeader>
  <text>
    <body>
      <div>GHüSSlilllTAXIEN. — Auswärtige Besitzungen. 
43 
Stellungen an, obwol wir mehrfach Zweifel über die Richtigkeit 
hegen.) 
1) Besitzungen in Europa: 
Gibraltar. 
Malta und Xachbarinseln . . 11.5*00 
Helgoland o’33 
Zusammen 11T,0S 
Deutsche Q 
0,OS 
5,41 
0,02 
■M. Bevölkerung 
15,402 
141,220 
2,172 
5,51 
158,854 
2) Britisches Nordamerika: 
Untercanada . . . .) 
Obercanada . . . ./ 
Neubraunschweig . . 
Neuschottland . . . 
Prinz - Eduards -Inseln 
New-Foundland . . 
Britisch Columbia . . 
Vancouver-Inseln . . 
labrador 
Zusammen 
% 
210,020 
27,105 
18,071 
2,17:1 
40,200 
200,000 
14,000 
170,000 
082,109 
Deutsche 
Q.-M. 
9,879 
1,274 
878 
102 
1,891 
9,408 
058 
7,997 
32,902 
Bevölkerung 
1861 
PI 11,500 
P390,091 
252,047 
332,204 
80,859 
122,038 
5,000 
3’300,405 
Besondere W ichtigkeit besitzt Canada. Die Franzosen besassen 
Unter-Canada anderthalb Jahrhunderte lang ; die Volkszahl stieg nicht 
über 5)0,000. In der neueren Zeit erfolgte ein ungemein rascher Auf 
schwung , der jedoch nicht in gleichem Masse fortdauert. Die Einwan 
derung stieg 1647 auf 5)S,09G Personen (worunter 54,329 Irländer 
32,210 Engländer und 7,697 Deutsche). Seitdem trat eine Abnahme 
ein. Die Einwandererzahl betrug 1S57 32,097, 185S 12,810 1859 
8778, 1800 10,1 :)0, 1801 17,200. Im Jahre 1801 befanden sich unter 
der Gesammtbevölkerung Untercanada’s 847,615 Individuen franzö 
sischer Abstammung, unter jener Obercanada’s nur 33,287. (Zu 
jenen gehören jedoch viele Mischlinge von Indianern, mit denen sich die 
Franzosen leicht, die Briten selten vermengen.) Von den 1801 vorhan 
denen Bewohnern waren 1,918,113 im Lande geboren, 481,035 aus 
Grossbritanien und Irland, 23,578 aus Deutschland und Holland. Die 
Zahl der Indianer wird auf höchstens 50,000 geschätzt. Die Bevölke 
rung von Ober- und Unter-Canada unterscheidet sich ebenso nach Con- 
fessionen wie nach Nationalitäten. Dort zählt man 31 1,505, hier nur 
63,487 Anglikaner; dagegen dort nur 258,141, hier 943,253 Katho 
liken; ebenso 303,384 gegen 43,735 Presbyterianer, 341,572 gegen 
30,000 Methodisten, 24,299 resp. 857 Lutheraner, 7,514 resp. 2,584 
Reformirte; — Juden 014 und 572; — Mormonen 74 resp. 3; - 
»ohne Religion« zu sein hatten 1 7,373 resp. 1477 erklärt. — Beide Ca 
nadas wurden 1840 vereinigt. Ihre jetzige Verfassung datirt vom 14. 
Juni 1853. — Die Schulen sind von 1797—1859 mit 3 013,000 Acres 
öffentl. Länilereien ausgestattet worden. Schülerzahl (1802) in Ober- 
Canada 343,733, in Unter-Canada nur 139,474. — Grösste Städte 
(nach der Aufnahme von 1801): Montreal mit 101,002 Einw., Quebec 
mit 02,138 und Toronto mit 44,425. — Der Handel hat grossen Auf 
schwung erlangt. Die Einfuhr betrug</div>
    </body>
  </text>
</TEI>
