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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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DEUTSCHLAND.  —  Nassau  (I.and  und  I.eute'.

gabeposten  erscheinen;  Civilliste  200,000  Fr.  (bis  18  ib  150,000  fl.,
dann  blos  100,000  Fr.,  seit  1858  verdoppelt);  Militär  500,000.
Schulden.  1859  wurden  IV900,000,  1863  für  Ei.senbahnbau  und
ähnl.  Zwecke  weiter  9’270,000  Fres.  ,  beides  zu  4%,  aufgenommen
(letztes  Anlehen  à  91  negocirt),‘zus.  etwas  über  13  Mill.  Fres.
Militär.  Holländische  Einrichtung.  2  Bataill.  Jäger,  dem  9.  Armeecorps ­
  zugetheilt,  im  Kriegsfälle  für  den  Festungsdienst  in  Luxemburg
bestimmt,  im  Frieden  1602,  im  Kriege  2057  Mann.  Freussen  hat  die
Stellung  der  Specialwaffen  (322  Mann)  übernommen.  —  Das  Contingent
für  Limburg  betrüge  der  Bevölkerung  nach  2027  M.  ;  zufolge  eines
Vertrags  mit  Nassau  (siehe  unten)  stellt  aber  Limburg  1079  Reiter.
Eisenbahnen:  in  Luxemb.  1862  161  Kilom.  =  2L'‘(jMeil.
In  Luxemburg  franz.  Münze.  In  Limt  urg  Alles  holländisch.

14.  Nassau  (Herzogthumj.

Areal  85%  Q.-M.,  eingetheilt  in  28  Aemter.  —  Bevölkerung  :  Dec.
1861  456,567,  in  1  11,038  Familien.  (Ende  1863  162,334  Einw.)
Konfessionen:  Mennoniten  .  112  I  tStiOUe  (1801):
Protest,  (unirt)  237,053  Deutschkatholiken  307  Wiesbaden  .  .  21,107
Katholiken  211,083  Juden  7112  |  Biebrich  .  .  4,700
Frühere  Volkszahl:  1834  370,374,  1843  412,221,  1840  425,080,  1852  420,000,
1855  431,540,  Auswandenwgen  :  In  den  11  Jahren  1852—02  15,712  (am  meisten
1854:  3555);  Einwanderungen  2125.  —  Vom  Areal  sind  15,285  Morgen
(%  Q.-M.)  Weinberge,  714,177  Ackerland,  201,102  AViesen,  757,300  AVald.—
Vieh  stand  (1802'  12,047  Pferde,  504  Esel,  208,172  Rindvieh,  157,150  Schafe,
50,050  Schweine,  33,500Ziegen.  —  Bergwerke  (1800):  004,  wovon  525Eisenstein-, ­
  210  Dachschiefer-,  37  Blei-,  Silber-  u.  Erzgruben.
Gebietsveränderungen.  Nassau  war  zu  Anfang  des  gegenwärtigen
Jahrhunderts  nach  zwei  Hauptdynastenlinien  getheilt  ;  AValram'sche  und
Ottonische.  A'^on  der  erstgenannten,  welche  früher  in  die  Zweiglinien
von  Idstein,  AVeilburg,  Saarbrücken,  Ott  weder  und  Usingen  zerfallen
war,  bestanden  noch  zwei  Zweige:  die  Usingische,  zu  deren  Gebiet
AViesbaden,  Idstein,  Lahr  (nun  bei  Baden)  und  Saarbrücken  nun  Rheinpreussen)
  gehörte,  und  die  AVeilburgischc,  mit  AA^eiIburg;  dann  Kirchheimbolanden, ­
  Stauf  und  Göllheim  (jetzt  Rheinbayern).  Das  Ottonische ­
  (Oranische)  Haus  besass  Diez,  Dillenburg,  Siegen,  Herborn  u.  die
Grafschaft  Spiegelberg,  zusammen  48Q.-AI.  mit  1  30,006  Menschen
Die  linksrheinischen  Besitzungen  gingen  im  Imnevillcr  Frieden  verloren ­
  :  Usingen  büsste  20  Q.-M.  und  60,200,  AVeilburg  8  Q.-M.  und
18.000  Menschen  ein.  Als  Entschädigung  erhielt  das  Erste  I  803  :  die
Mainzischen  Aemter  Königstein,  Höchst,  C'ronberg,  Rfldesheim,  Oberlahnstein, ­
  Eltville,  die  Besitzungen  des  Mainzer  Domcapitels  auf  der
rechten  Rheinseite  ;  das  Pfälzische  Amt  Caub,  Parcellen  von  Cöln.  Hessen ­
  und  Trier  (Limburg)  und  die  Grafschaft  Sayn,  zus.  36  (¿.-M.  mit
92.000  Einw.  ;  —  AVeilburg  empfing  vom  Kurfürstenthume  Trier;  Ehrenbreitstein, ­
  Montabaur,  Limburg  und  einige  Abteien,  16  Q.-M.  und
37.000  Menschen.  —  Zur  Rheinbundszeit  vereinigten  beide  Fürsten</div>
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