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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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I^EÍ-'ISCH.LAND. — Xas.sau Militär]. 
dann Schulden bis zum Jahre 1731 zurück. Am 1. Jan. 1836 war die 
ummeauf S’243,910 fl. gestiegen. Da übernahm der Landtag 2’4 00,000, 
2" °^Gn erwähnte Abfindungssumme für die vor 28 Jahren erfolgte 
ufhebung von t eudallasten auf den Domänengütem. Indessen ward auf 
späteren Landtagen hervorgehoben, es seien gegen die bestimmte Zu- 
sic erung der Regierung von dem zu jenem Behufe aufgenommenen 
ötaatsanlehen nicht weniger als 1’511,900 fl. zu andern Zwecken, als 
zur Tilgung der »Domänenschuld« verwendet worden. — Der Stand der 
chuld ist am 1. Jan. 1865 folgender: 
- ‘i) 5% 
mmßmsmrn 
i 4riotÄir;i'.; ïi.-fiÆ*-'“ riiÄ- 
c. Domiinenschuld: nicht ganz die Hälfte des 3%proc. Kothschild’schen 
J^otteneanlehens von 1837, ursprüngl. 7’100,()00 (bezahlt wurden in Wirklich- 
l^eit nur 6 247,169 fl.); ferner % des 4proc. Anlehens v Oct. 1853 (s. oben) — 
juer noch 346,100; endl. nicht consohd. Schuld 659,998, zus. etwas über 4 V, 
»herzogl.« Schulden sollen grossentheils entstanden sein durch Un- 
erstützung des Don Carlos und durch Theilnahme an dem verunglückten Un- 
^rnehmen der Begründung einer Adelscolonie in Texas. Beides kann das nass, 
^and nicht berühren. Der Herzog hat anfangs Jan. 1862 durch Rothschild ein 
^ "^^tanlehen von r600,000 fl. aufgenommen, zu dessen Verzinsung 
J»nd Tilgung in 19 Jahren er jährl. 126,169 fl. aus seinen Uomäneneinkünf- 
gerechnet. 
Die Cursverluste bei den 5 ersten Eisenbahnanlehen werden so be 
rechnet: bei 1. 240,000 fl., bei 2. 170,000, 3. u. 4. 630,000, bei-5. 
^8,000, zus. (ohne die letzten Anlehen) 1’128,000 fl. 
Staatspapiergcld gibt es nicht, aber der Staat hat Garantie für die 
Landesbank übernommen, welche für 2% Mill. Banknoten emittirte. 
Militär. Conscription mit Stellvertretung (1862 zu 500 fl.) ; 6jährige 
lenstzeit; doch wird die Mannschaft bei der Infanterie höchstens 2, bei 
erArtiUerie 4 Jahre eingestellt, sonst aber, ausser den Herbstübungen, 
curlaubt. Bestand 7142 Mann, nemlich : 
2 Reg. und 1 Jägerbataillon; dann: 1 Ersatzbat. Infant. 5711 M. 
.Lomp. Artillerie mit 16 Kanonen 5§3 _ 
Pioniere und Sanitätscomp., Stäbe, Nichtcombattanten . 848 - 
bo erfolgte der Abschluss eines »Brigadeverbandes« mit Limburg (nicht 
^uxemburg) , wonach Nassau das Contingent beider Länder an Infanterie 
^ -distillerie, 5498 M., Limburg dagegen das Gesammtcontingent 
^ ävallerie, 870 M. stellt. Der Oberbefehl wechselt. 
Eisenbahn: 32,8 Meil., wovon 28 Meil. Staatsbahn. 
Viehstand : 13,055 Pferde, 202,691 St. RindWeh, 156,954 
chafe, 56,167 Schweine, 31,939 Ziegen. 
Kolb, Stati.tik. 4. Aufl. 
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