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        <title>Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde</title>
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            <forname>Georg Friedrich</forname>
            <surname>Kolb</surname>
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            <idno>826042163</idno>
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      <div>434 VEREINIGTE STAATEN. — Finanzen. 
beschränkt, abgesehen von 50 Mill. Reservefond für temporäre Depositen. Von 
5proc. verzinslichen Noten waren am 1. Nov. 1864 120^519,110 S im Umlauf 
Die Couponnoten haben sich als unpractisch erwiesen und es sind etwa 90 Mill, 
von der ursprünglichen Emission von 150 Mill, eingezogen, vernichtet und durch 
Noten ersetzt worden, einlösbar in 3 Jahren und 6% Zinsen tragend, halbjähr 
lich zahlbar. — Der den Nationalbanken ausgestellte Notenbetrag war am 22. 
Nov. 65’160,110 Diese Summe kann aber nicht als eine entsprechende Ver 
mehrung des Papiergeldes angesehen werden, weil viele Staatsbanken in Na 
tionalbanken umgewandelt wurden und deshalb ihr früheres Papiergeld einge 
zogen. Der Umlauf von Staatsbanknoten betrug am 1. Jan. 1864 169’926,129, 
im Juli 1864 (in dem loyalen Landestheile) nur 126’196,606 $. — Am 25. Juli 
wurde zu Zeichnungen auf eine neue Anleihe eingeladen. Der Erfolg hat nicht 
ganz den Erwartungen entsprochen. Um die grosse Summe der ausstehenden 
Verpflichtungen, die auf 130 Mill, angeschwollen waren, aufzubringen, war es 
nötnig, die eingezogenen 5proc. Schatzamtsnoten im Betrage von über 80 Mill, 
durch eine neue, gleich grosse, oder noch etwas grössere Emission zu ersetzen. 
— Um anderen Forderungen zu begegnen, wurde abermals eine Anleihe von 
32 Mill, ausgeschrieben. Das Resultat war sehr befriedigend, es wurden Ange 
bote für 70 Mill, gemacht und der ganze Betrag mit durchschnittlich 4 % Prä- 
mium genommen. Darauf am 1. üct. wurde abermals eine Anleihe von 40 Mill, 
auf Fünfzwanziger-Obligationen ausgeschrieben.« 
Der Minister hebt noch hervor, dass die Zinsen der in Goldwäh 
rung abgeschlossenen Anlehen jährl. bereits 56 Mill, erforderten, also 
beinahe den ganzen Betrag der (ihnen gleichsam als Unterpfand dienen 
den, weil gleichfalls in Gold zu entrichtenden) Zölle. 
Der Stand der Staatsschuld war am 1. Nov. 1864 folgender: 
A. Consolidirte Schuld: Capital 
in Gold verzinslich $ 947*228,700 
in gesetzl. Währung verzinslich . . 598*185,216 
auf welche die Zinszahlung erloschen 267,030 
Zus. consolidirte 1545*680,946 
B. Papiergeld: 
Noten on demand 613,132 
Tresorscheine 432*547,437 
Postal Currency 10*037,913 
Fract. Currency (Kleingeld) . . 10*687,958 
(5 % Schatzscheine auf 1 u. 2 Jahre*) 120*519,110) 
(Compound Int. Notes*) . . . . 102*329,680) 
Zusammen netto 471*533,688 
Total^20i7*214,629 
JahreBzins 
55*726,182 
35*839,434 
91*565,616 
Hiezu kommt noch das Bankpapiergeld mit 191*356,816 ^S', 
neml. 65*160,210 Noten der Nationalbank, und 126*196,606 Noten 
der Staatenbanken. 
Alsbald nach Einführung des Papiergeldes musste Gold mit Agio 
bezahlt werden; Ende 1862 mit 33 %, Febr. 1863 72, August 22. 
Zu Ende des Jahres 1863 war das Aufgeld his zu 52 Procent wie 
der gestiegen. Doch erst im Jahre 1864 erfolgte das ärgste Steigen 
des Goldagio, also die Entwerthung des Papiergeldes. Im monatlichen 
Durchschnitt betrug das Aufgeld nach den New-Yorker Notirungen 
nach Procenten : im Januar 55,03, Februar 58,80, März 63,37, April 
73,09, Mai 79,02, Juni 105, Juli 158,06, August 154,09, September 
*) Diese beiden (zwischen Parenthesen gestellten) Papiergeldarten sind 
bereits oben unter der »in gesetzl. Währung zu verzinsenden« Schuld aufge 
führt (weil verzinslich', desshalb bei der Summirung hinweggelassen.</div>
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