40 wo (lie fremdländisclie Coiiourrenz fast gänzlich fehlt, wird sich vorerst eine Wirkung der (xeldentwertlinng nur äusserst langsam geltend machen. Diese Preise und Löhne werden an fänglich entweder gar nicht oder nur um einen so geringen Betrag steigen, dass sieh für dieselben, wenn man die in Landesvaluta gezahlten Preise in Silber umrechnet, eine sehr ausgiebige Ermässigung ergehen muss. Der Producent wird also verhältnissmässig, d. i. im Vergleiche zu den Preisen, die er früher und jetzt für seine Waaren bekommen kann, billiger produciren und folglich mit grösserem Nutzen verkaufen können, als zuvor. Dass diese Wohlfeilheit nur auf Kosten des Arbeiterstandes un^l des mit diesem zunächst in Ver bindung stehenden Kleinhandels und der kleinen Gewerbekreise möglich ist, kümmert ihn zunächst nicht, da für ihn das bücherniässige Ergehniss seiner Geschäftsgebahrung wohl das allein Massgebende ist. Die Arbeiter selbst werden nicht augenblicklich den Druck der neuen Conjunctur empünden, denn, wie bereits bemerkt, ändern sich auch die.Preise im Kleinverkehre, aus welchem sie ihre Bedürfnisse besoigeu, nur sehr allmälig und sie werden daher für den essentiell vermin derten Lohn im Durchschnitte doch dieselben Bedürfnisse befriedigen können, wie früher. Dasselbe gilt dem Wesen nach . auch für den Kleinhändler und für den (lewerbetreibenden, so lange dieser nicht genöthigt ist, seine Vorräthe auf dem Welt märkte zu erneuern und dort inne zu werden — nicht etwa, dass das Geld, welches er von seiner Arbeiterkundschaft erhält, nicht mehr den gleichen Werth repräsentirt, denn für so j subtile Unterscheidungen fehlt diesen Kreisen alles und jedes Verständniss — sondern dass wieder einmal eine „Theuerung“, ein Aufschlag der Waaren in Folge von Krieg, Misswachs, schlechter Verwaltung oder was sich sonst als passender Sün- ; denbock darbieten mag, eingetreten sei. Nun erst wird er seinen j Kunden den Brodkorb höher hängen und nun erst beginnt für die Arheiterbevölkerung jene Zeit der Entbehrung, die in Ländern I mit gesunder Valuta die unmittelbare Folge jeder Lohnmin derung sein muss. Diese Entbehrungen dauern so lange, bis es den Arbeitern gelingt, vom Unternehmer jene nominellen Lohnerhöhungen zu erzwingen, die vom Anbeginn der Geld- entwerWiung entsprochen hätten.